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Der Gesundheitszustand eines seit mehr als sieben Monaten in israelischer Haft hungerstreikenden Palästinensers hat sich offenbar verschlechtert. Der 33-jährige Samer Issawi sei aus dem Gefängnisspital in eine öffentliche Klinik bei Tel Aviv verlegt worden, teilte die Gefängnisbehörde am Donnerstag ohne Begründung mit.

Die Solidaritätsbewegung für die Hungerstreikenden hat Anfang Februar zugenommen. Im Westjordanland war es in den vergangenen Wochen zu Demonstrationen für die Freilassung Issawis und dreier weiterer hungerstreikender Palästinenser gekommen. Der ungeklärte Tod eines weiteren palästinensischen Häftlings hatte die Proteste weiter angeheizt.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte gefordert, dass die Häftlinge entweder vor Gericht gestellt oder freigelassen werden müssten.

Einer der vier Hungerstreikenden, Aiman Scharawneh, werde schon seit einer Woche in einem zivilen Spital behandelt, die beiden anderen, Tarek Kadan and Dschafar Issidin, hätten ihren Hungerstreik hingegen abgebrochen, fügte die Sprecherin der Behörde, Sivan Weizman, hinzu. Alle hatten seit Monaten feste Nahrung verweigert.

Issawi ist nach Angaben von Rechtsanwälten auf nur noch 45 Kilogramm abgemagert. Er war 2011 bei einem Gefangenenaustausch zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas freigekommen. Israel nahm ihn jedoch im vergangenen Jahr mit der Begründung wieder fest, er habe gegen Auflagen verstossen.

sda-ats

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