In zwei Genfer Quartieren standen am Neujahrstag Gebäude in Flammen


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Dutzende Bewohner der brennenden Genfer Wohnblocks mussten mit Feuerwehrleitern in Sicherheit gebracht werden. (Symbolbild)

Keystone/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Nach dem Grossbrand in einem Wohnblock im Genfer Quartier Jonction mit acht Schwerverletzten hat es am Neujahrstag in der Rhonestadt noch an einem zweiten Ort gebrannt. Diesmal brannte es in einem Wohnblock im Stadtteil Servette. Eine Person wurde schwer verletzt.

Fünf weitere Personen erlitten bei diesem zweiten Brand eine Rauchvergiftung. Alle 30 Bewohner des Gebäudes mussten ins Freie gebracht werden. Ein Sprecher der Genfer Kantonspolizei bestätigte am Montag auf Anfrage entsprechende Meldungen der Online-Portale von "20 minutes" und "Tribune de Genève".

Der Brand wurde am Sonntag gegen 21.45 Uhr gemeldet. Er brach in einer Wohnung im dritten Stock des Wohnblockes aus. Dann verbreitete sich das Feuer über das Treppenhaus und erreichte die anliegenden Wohnungen. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, schlugen aus einzelnen Fenster Flammen.

Auf den Balkonen standen Bewohner und warteten auf Hilfe. Die Rettungskräfte befreiten sie mithilfe von Feuerwehrleitern und brachten die evakuierten Personen anschliessend in eine Zivilschutzanlage. Kurz nach 23 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Ein Grossteil der Bewohner kam für die Nacht bei Verwandten und Bekannten unter.

Vier Wohnungen unbewohnbar

Bei dem Grossbrand, der sich bereits am Sonntagnachmittag im Jonction-Quartier ereignet hatte, mussten rund 100 Bewohner des Wohnblocks evakuiert werden. Der Block befindet sich in der Nähe des Gebäudes des Westschweizer Fernsehens RTS.

Insgesamt 30 Personen wurden bei dem Brand verletzt. Acht Personen wurden schwer verletzt - darunter sechs Kinder. Am Montag erwiesen sich vier der Wohnungen des Blocks als unbewohnbar. Ihre Bewohner und Bewohnerinnen mussten bei Privaten untergebracht werden. Die übrigen Hausbewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Für die Lösch- und Rettungsarbeiten war ein Grossaufgebot nötig: 13 Feuerwehrfahrzeuge, 32 Berufsfeuerwehrleute, 14 freiwillige Sapeure, zahlreiche Sanitäter und Polizisten, welche zwei Strassen absperren mussten, standen im Einsatz.

Die Ursachen der beiden Brände war bis am Montag noch nicht bekannt.

SDA-ATS

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