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Dätwyler-Chef Paul Hälg kann auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurückblicken. (Archiv)

Keystone/WALTER BIERI

(sda-ats)

Der Urner Industriekonzern Dätwyler hat im ersten Halbjahr den Reingewinn um rund ein Drittel auf 56,6 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz legte um 7,3 Prozent auf 621,1 Millionen Franken zu.

Im Gegensatz zu den Vorjahren habe das Unternehmen von vorteilhaften Währungsverhältnissen profitiert, teilte die Dätwyler Gruppe am Freitag mit. Bereinigt um die positiven Währungs- und Akquisitionseffekte erzielte die Gruppe ein organisches Wachstum von 2,9 Prozent. Beide Konzernbereiche, technische Komponenten und Dichtungslösungen, trugen zum Wachstum bei.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 21,2 Prozent auf 81,7 Millionen Franken. Damit habe Dätwyler bei der EBIT-Marge mit 13,2 Prozent erstmals den oberen Wert des selbstgesetzten Zielbands übertroffen, heisst es im Communiqué.

Optionen werden geprüft

Ob die Übernahme des britischen Elektronikgrosshändlers Premier Farnell zustande kommt, bleibt unklar. Angesichts des höheren Angebots des US-Konkurrenten Avnet werde das weitere Vorgehen derzeit geprüft und zu gegebener Zeit kommuniziert. Avnet hatte Ende Juli ein um rund zwölf Prozent höheres Angebot als Dätwyler gemacht.

Sollte Dätwyler das Angebot weiter verfolgen, würde der Urner Konzern zu einem Grosshändler für elektronische Komponenten mit einem kombinierten Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Franken. Werde hingegen auf die Übernahme verzichtet, entstünden einmalige Transaktionskosten von rund 4 bis 8 Millionen Franken.

Hinzu kämen einmalige Kosten zur Währungsabsicherung und Währungsverluste von insgesamt rund 35 bis 40 Millionen Franken, welche das Finanzergebnis belasten würden. Diese einmaligen Kosten würden bei einer erfolgreichen Transaktion dem Kaufpreis zugeordnet und daher nicht in der Erfolgsrechnung erscheinen.

Für das Gesamtjahr 2016 zeigt sich Dätwyler noch etwas optimistischer als im Frühjahr. Das Unternehmen ist zuversichtlich, das gesetzte Ziel eines Umsatzes von gegen 1,25 Milliarden Franken zu erreichen.

sda-ats

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