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Beim Industriekonzern Oerlikon ist im ersten Quartal 2016 der Betriebsgewinn stark zurückgegangen. (Archivbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHNMIDT

(sda-ats)

Roland Fischer, der seit März dieses Jahres amtierende Konzernchef des Industriekonzerns Oerlikon, hat für das erste Quartal keine guten Ergebnisse zu verkünden. Der Umsatz und Gewinn des einstigen Winterthurer Vorzeigeunternehmens sind stark zurückgegangen.

Die Erlöse sanken von Januar bis März laut einer Medienmitteilung des Konzerns vom Dienstag um 14 Prozent auf 592 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit ging um rund 60 Prozent auf 32 Millionen Franken zurück. Zum Reingewinn hat Oerlikon in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

Als Hauptgrund für die schlechten Resultate im ersten Quartal gibt das Unternehmen das schwierige Marktumfeld sowie die geopolitischen Spannungen an, die sich in einer geringeren Investitions- und Handelstätigkeit der Firmen niedergeschlagen und bei Oerlikon zu Umsatzrückgängen geführt haben.

In Schlüsselmärkten der zwei Segmente Manmade Fibers (Textilmaschinen) und Drive Systems (Getriebe) sei die Investitionstätigkeit von Kunden besonders verhalten gewesen, hiess es. In der grössten Division, Oberflächenlösungen, half das Servicegeschäft, den Einnahmerückgang in Grenzen zu halten. Der Umsatz in dieser Sparte sank um 2 Prozent auf 294 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit sank um 3 Prozent auf 33 Millionen Franken.

Bei Manmade Fibers ging es mit den Erlösen aber um markante 33 Prozent auf 139 Millionen Franken nach unten. Das Betriebsergebnis sank um 88 Prozent auf nunmehr noch 4 Millionen Franken.

Im Segment Drive Systems reduzierten sich die Einnahmen im ersten Quartal um 13 Prozent auf 159 Millionen Franken. Das operative Ergebnis war mit 2 Millionen Franken negativ, nach 8 Millionen Gewinn in der Vorjahresperiode.

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der Konzern dennoch mit einem Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Franken sowie einer operativen EBITDA-Marge im mittleren Zehnprozentbereich und bestätigt damit seinen Ausblick. Grund für diesen Optimismus - trotz der negativen Entwicklungen zum Jahresbeginn - sei eine spürbare Dynamik gegen Ende des ersten Quartals.

sda-ats

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