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Die isländische Landsbanki war eine der Banken, die durch die Finanzkrise ins Trudeln geriet. Acht Jahre danach geht die Regierung Islands daran, die Kapitalverkehrskontrollen aufzuheben. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/BRYNJAR GAUTI

(sda-ats)

Acht Jahre nach der schweren Erschütterung durch die Finanzkrise 2008 will Island schrittweise die Kapitalkontrollen für seine Bürger wieder aufheben. Das Finanzministerium verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, "die Kapitalkontrollen vollständig aufzuheben".

Zu Beginn des kommenden Jahres sollten "nur noch sehr wenige Bürger von den Restriktionen betroffen sein", hiess es am Dienstag aus dem Finanzministerium in Reykjavik bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs.

Die isländische Regierung hatte die Restriktionen 2008 in Reaktion auf die Finanzkrise verhängt, um eine Kapitalflucht zu verhindern und einen Kollaps der isländischen Krone zu verhindern.

Die Kapitalkontrollen beschnitten das Recht der Isländer zum Erwerb von Eigentum im Ausland und zum Tausch der Krone in ausländische Devisen. Island war durch die Verwicklung seiner Banken schwer von der Finanzkrise betroffen.

Der nun vorgestellte Gesetzentwurf wurde in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ausgearbeitet und soll am Mittwoch vom Parlament verabschiedet werden. Das Versprechen zur Abschaffung der Kapitalkontrollen gilt als einer der Gründe, weswegen die derzeit regierende Mitte-rechts-Koalition 2013 die Parlamentswahl gewonnen hatte.

sda-ats

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