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Sergei Aschwanden versuchte letztes Jahr auch einen Karrieresprung in die Politik. Er kandidierte für die Waadtländer FDP aber vergeblich für den Nationalrat. (Archiv)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Der ehemalige Judoka Sergei Aschwanden will seinen neuen Posten als Leiter der Sportdienste in Yverdon-les-Bains doch nicht antreten. Ein höherer Lohn beim aktuellen Arbeitgeber in Villars soll Ursache seines Sinneswandels sein.

Der Stadtpräsident der Thermalbäderstadt Yverdon VD verbirgt seine Enttäuschung nicht. Noch vor einer Woche hatte die Stadt nicht ohne Stolz mitgeteilt, dass der frühere Spitzensportler Sergei Aschwanden zum Leiter der Sportdienste von Yverdon ernannt worden sei.

Der 40-jährige Aschwanden leitete bisher das Sportzentrum in der Waadtländer Gemeinde Ollon-Villars. Vergangenen Dienstag habe ihm Aschwanden mitgeteilt, dass ihm sein aktueller Arbeitgeber mehr Lohn angeboten habe und er seinen neuen Posten nicht antreten werde, sagte der Stadtpräsident von Yverdon, Jean-Daniel Carrard, am Donerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

"Das ist ein enttäuschendes Verhalten", sagte Carrard nicht ohne Bitterkeit. Aschwanden war unter 83 Kandidaten für den Job als Leiter der Sportdienste der Stadt Yverdon auserkoren worden.

Der frühere Spitzensportler holte 2008 bei den olympischen Sommerspielen in Peking die Bronzemedaille. Carrard bedauert den Mangel an Fairplay. Dennoch will die Stadt keine juristischen Schritte einleiten. Noch offen ist, ob die Stadt den Posten erneut ausschreiben wird oder einen der anderen Bewerber anfragen wird.

sda-ats

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