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Wahrscheinlich Kadaver im Futter: Im Thurgau sind 200 Schafe verendet. (Symbolbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Auf einem Bauernhof im thurgauischen Iselisberg sind über 200 Schafe an Botulismus verendet. Der Grund soll ein Tierkadaver sein, der ins Futter gelangt war. Es ist bereits der zweite Fall im Kanton Thurgau innert kurzer Zeit.

Im April starben auf einem Hof in Gachnang über 60 Kühe, weil sie vergiftetes Futter gefressen hatten, wie das Thurgauer Veterinäramt am Dienstag mitteilte.

Weil die Todesursache der Schafe zu Beginn unklar war und eine Seuche nicht ausgeschlossen werden konnte, informierte der Tierhalter unverzüglich das Veterinäramt und das Tierspital Zürich. In seinem vorläufigen Bericht kommt das Tierspital zu folgendem Schluss: "Aufgrund der Untersuchungen kann eine infektiöse Erkrankung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die Befunde sprechen mit grösster Wahrscheinlichkeit für eine Vergiftung. Es besteht hochgradiger Verdacht auf Botulismus."

Bei Schafen sei Botulismus in der Schweiz bisher kaum diagnostiziert worden, heisst es in der Mitteilung. Der Grund für die Vergiftung ist meist ein Tierkadaver, der in das Futter gelangt und das Gift dort entwickelt. Durch die Mischung des Futters wird das Gift dann verteilt, daher sind viele Tiere betroffen.

Schafe gegen Botulismus impfen

Die Krankheit kann nicht vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Trotzdem habe der betroffene Tierhalter dafür gesorgt, dass ab sofort keine Milch von seinen Schafen mehr auf den Markt gelangt ist.

Der betroffene Tierhalter führt in Iselisberg den grössten Milchschafbetrieb der Schweiz, er hält rund 700 Schafe. Weil es sich bei Botulismus nicht um eine Seuche handelt, trägt die öffentliche Hand gemäss heutiger Gesetzgebung nichts zum finanziellen Schaden bei. Für den betroffenen Tierhalter sei klar, dass er seine Tiere künftig gegen Botulismus impfen wird, hält das Veterinäramt fest.

sda-ats

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