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Björn Ulvaeus: "Dieser Wettbewerb hat mein Leben komplett geändert." (Archivbild)

/EPA/HENRIK MONTGOMERY

(sda-ats)

Der Eurovision Song Contest (ESC) hat den europäischen Medienpreis, die Karlsmedaille, erhalten. Die Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung wurde am Donnerstag in Aachen verliehen.

Ein sehr prominenter ESC-Teilnehmer hielt die Lobrede. Björn Ulvaeus, Mitglied der schwedischen Pop-Band Abba, würdigte den Gesangswettbewerb in einer Laudatio. 1974 hatten sich Abba in Plateauschuhen und mit dem Ohrwurm "Waterloo" den ESC-Sieg gesichert - für die Schweden der Start einer kometenhaften Karriere.

Ulvaeus sagte, dass Europa gerade in bewegten Zeiten lebe - es gebe wieder Fanatismus und Extremismus. Er aber sei stolz auf Werte wie eine freie Gesellschaft und auf das ständige Streben nach der Gleichberechtigung von Mann und Frau. "Für mich ist der ESC ein mächtiges Symbol", sagte der Abba-Star.

Gleichzeitig beschrieb er, wie das damals war, als er mit seiner Band gewann - in diesen auffälligen Stiefeln und in recht eng sitzenden Hosen. Zeitweilig habe ihn die Security gar nicht auf die Bühne lassen wollen. Der Sicherheitsmann habe nicht geglaubt, dass er tatsächlich das Lied geschrieben habe. "Dieser Wettbewerb hat mein Leben komplett geändert", sagte Ulvaeus.

Der Wettbewerb wurde für seine Verdienste als "transnationale" und "europaübergreifende" Veranstaltung gewürdigt, wie es in der Begründung hiess. Am Abend des ESC hätten Zuschauer für einen kurzen Moment die Möglichkeit, sich vorzustellen, was ein "gemeinsames Europa" wirklich bedeuten könnte.

Deltenre nimmt Auszeichnung entgegen

Die Generaldirektorin der European Broadcasting Union, die Schweizerin Ingrid Deltenre, nahm die Auszeichnung stellvertretend in Empfang. Der Verein, der sie stiftet, wurde auf Initiative der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen ins Leben gerufen.

Frühere Preisträger waren unter anderen der britische Schriftsteller Timothy Garton Ash, die russische Zeitung "Novaya Gazeta", die Verlegerin Inge Schönthal-Feltrinelli oder die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen". Der Karlspreis geht in diesem Jahr an Papst Franziskus

sda-ats

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