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Maja Neuenschwander erreicht im olympischen Marathon den 29. Rang. Die 36-jährige Bernerin beendet das Rennen nach 2:34:27 Stunden.

In Rio de Janeiro waren die Bedingungen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit enorm schwierig, was sich bei Neuenschwander bemerkbar machte. Bereits zur Halbzeit ihres 20. Marathons lag sie auf dem 29. Platz. Besser als 24. (nach 20 km) war sie bei keiner Zwischenzeit klassiert.

Bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme vor vier Jahren in London hatte Neuenschwander den 53. Rang belegt. Seither hat sie grosse Fortschritte erzielt, baute sie die Trainingsumfänge kontinuierlich aus. Im vergangenen Herbst verbesserte Neuenschwander den 21 Jahre alten Schweizer Rekord von Franziska Rochat-Moser um beinahe eine Minute auf 2:26:49 Stunden.

Fast noch höher einzustufen ist ihre Leistung beim 8. Rang am Marathon in Tokio Ende Februar, wo sie im Vergleich zu Berlin viel mehr fürs Rennen machen musste und dennoch mit 2:27:36 Stunden ihre zweitbeste Zeit lief. Insofern hatte sie sich für den Olympia-Marathon mehr erhofft.

Premiere für Kenia

Den Sieg sicherte sich die Kenianerin Jemima Jelagat Sumgong vor letztjährigen WM-Dritten Eunice Jepkirui Kirwa aus Bahrain und der äthiopischen Weltmeisterin Mare Dibaba. Es war nach zuletzt dreimal Silber die erste Olympia-Goldmedaille überhaupt für eine kenianische Läuferin im Marathon.

Sumgong verschärfte kurz vor der 40-km-Marke das Tempo, worauf zuerst Dibaba abreissen lassen musste, ehe auch Kirwa nicht mehr folgen konnte. Sumgong hatte in diesem Jahr bereits in London gewonnen, obwohl sie nach einem Kontakt mit einer Konkurrentin unsanft auf den Boden gefallen war.

Ein reines Blatt weist die Mutter einer Tochter allerdings nicht auf. Nach ihrem 2. Rang 2012 in Boston wurde sie positiv auf das Kortison-Präparat Prednisolon getestet. Die zweijährige Sperre wurde aber wieder aufgehoben, weil die Injektion medizinisch indiziert war. Sie ist auch wegen der Nähe zu der des Dopings überführten Trainingspartnerin Rita Jeptoo und dem umstrittenen italienischen Trainer Claudio Berardelli vielen ein Dorn im Auge.

sda-ats

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