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Der Verdächtige wurde mit Handschellen abgeführt. (Symbolbild)

Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/CARLO REGUZZI

(sda-ats)

Es wäre das schlimmste Gewaltverbrechen, das China seit langem erlebt hat: Ein 27-Jähriger soll in einem Dorf im Südwesten des Landes in mehrere Häuser eingedrungen und sechs Familien - total 19 Menschen - getötet haben.

Das berichteten chinesische Staatsmedien am Donnerstag. Die Opfer wurden am Donnerstagmorgen in ihren Häusern in einem Dorf im Kreis Huize in der südwestchinesischen Provinz Yunnan gefunden. Unter den Toten sollen drei Kinder sein.

Der tatverdächtige Mann, der nach Behördenangaben 27 Jahre alt ist, wurde Stunden später in der rund 200 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Kunming von Polizisten gestellt.

Fernsehbilder von Lokalsendern zeigten den Verdächtigen, als er mit Handschellen abgeführt und später von Beamten verhört wurde. Gezeigt wurden auch schwer bewaffnete Spezialeinheiten der Polizei, die das Gelände in der Nähe der Tatorte im Dorf Yema absuchten. Sollte es sich tatsächlich um Morde handeln, wäre es eines der schlimmsten Gewaltverbrechen, das China seit langem erlebt hat.

Amoklauf wegen Wettschulden?

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach von einem "Amoklauf", ohne weitere Details zu nennen. Informationen zum Ablauf der Tat gelangten über Chinas streng zensierte Medien nur sehr langsam an die Öffentlichkeit. Ein terroristischer Hintergrund wurde nach einem Bericht der Zeitung "Beijing News" ausdrücklich von Behörden ausgeschlossen.

Die Lokalzeitung "Chengdu Business Paper" berichtete, dass der Tatverdächtige angeblich hohe Wettschulden hatte und seine Familie in Yema um Geld gebeten haben soll. Als diese ihm Hilfe verweigerte, soll er sie und mehrere Nachbarn getötet haben.

Auch auf welche Weise die Tat verübt wurde, blieb zunächst völlig unklar. In China ist der Besitz von Schusswaffen verboten. Gewaltverbrechen werden deshalb häufig mit Messern, Gift oder selbstgebastelten Sprengsätzen verübt.

In der jetzt wieder betroffenen Provinz Yunnan ereignete sich vor zwei Jahren eine Bluttat mit noch mehr Opfern. Mit Messern bewaffnete Angreifer töteten damals am Bahnhof von Kunming 29 Menschen. Vier Täter wurden erschossen. Die Polizei machte damals Terroristen verantwortlich.

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SDA-ATS