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Ein Kunstwerk, das zum Nachdenken animieren soll: "Der Riss" der Künstlerin und Alpinistin Maya Lalive auf der Staumauer Albigna im südbündnerischen Bergell.

KEYSTONE/ANDRE SPRINGER

(sda-ats)

Die Alpinistin und Künstlerin Maya Lalive präsentiert im Bündner Südtal Bergell eine besondere Kunstaktion in wilder alpiner Natur. Bis Ende August ziert ein "Riss" die Albigna-Staumauer auf knapp 2200 Metern über Meer.

Das 750 Kilogramm schwere und 1300 Quadratmeter grosse Kunstwerk soll laut der Künstlerin das Thema Vergänglichkeit symbolisieren, aber gleichzeitig auch die Hoffnung, dass aus allem wieder etwas Neues entsteht. Für das Bild, das die 105 Meter hohe und 759 breite Mauer durchzieht, wurden die natürlichen Farben der Umgebung verwendet.

Den Hintergrund für die temporäre Installation zur Verfügung gestellt hat die Besitzerin des Stauwerks, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz). Die Künstlerin legt Wert darauf, dass sie mit dem "Riss" keine Schreckensbilder provozieren, sondern Betrachterinnen und Betrachter zum Nachdenken animieren will.

Die Staumauer wurde zwischen 1955 und 1959 vom ewz gebaut. Erreicht werden kann sie vom Weiler Pranzaira aus bei der Ortschaft Vicosoprano. Von dort fährt eine Seilbahn. Zu Fuss sind etwa 1000 Höhenmeter zu überwinden. Die Finissage für den 28. August geplant.

sda-ats

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