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Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem sind am Montag mehr als 20 Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Auch umliegende Fahrzeuge wurden beschädigt. Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar.

Der Sprengsatz explodierte nach Angaben der Polizei im hinteren Teil des Busses, wodurch die Insassen verletzt wurden. Das Feuer griff demnach zudem auf einen anderen Bus sowie auf ein Auto über. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah einen vollkommen ausgebrannten sowie daneben einen teils beschädigten Bus.

Die Polizei sprach am Abend von mindestens 21 Verletzten, Rettungskräften zufolge wurden zwei von ihnen schwer verletzt. Die meisten Opfer erlitten Brandwunden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und untersuchte, ob einer der Verletzten möglicherweise den Anschlag ausgeführt hatte.

Auch der israelische Inlandgeheimdienst Schin Bet sprach von einem "Terrorangriff". Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat riet den Bewohnern der Stadt, wachsam zu sein, zugleich aber am Alltag festzuhalten. "Wir werden hier in Jerusalem und in Israel so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren."

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober von einer Welle der Gewalt erschüttert, bei der mittlerweile 201 Palästinenser sowie 28 Israelis und mehrere Ausländer getötet wurden. Bei den meisten der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmassliche Angreifer. Viele von ihnen hatten Israelis mit Messern attackiert.

Sollte der Bombenanschlag von einem oder mehreren palästinensischen Angreifern ausgeführt worden sein, wäre dies eine dramatische Verschärfung der Spannungen. Zuletzt hatte es in Jerusalem 2011 einen Bombenanschlag auf einen Bus gegeben. Damals war ein britischer Tourist getötet worden.

sda-ats

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