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Schülerinnen in Peschawar (Archiv)

KEYSTONE/AP/MOHAMMAD SAJJAD

(sda-ats)

In Pakistan gehen 22,6 Millionen Kinder nicht zur Schule. Das geht aus neuen Statistiken des Ministeriums für Bildung hervor. Das seien 44 Prozent der 5- bis 16-Jährigen. Die Zahlen hätten sich im Vergleich zu Vorjahren leicht verbessert.

Von denen, die zur Schule gingen, schaffe es nur ein Drittel bis zur zehnten Klasse, heisst es in dem Bericht weiter. Ausserdem geht aus den Zahlen hervor, dass 21 Prozent aller staatlichen Grundschulen nur von einem Lehrer betrieben werden. 14 Prozent haben nur ein Zimmer, 40 Prozent keine Elektrizität, 28 Prozent keine Toiletten.

Am schlimmsten ist die Lage in der unsicheren und armen südpakistanischen Provinz Baluchistan. Dort gingen bis zu 70 Prozent aller Kinder nicht zur Schule, heisst es in dem Bericht. Schlecht sind die Zahlen auch in den halbautonomen Stammesgebieten (Fata) in Westpakistan. Hier bekommen 58 Prozent aller Kinder keine Bildung.

Die pakistanische Regierung hat jüngst ein umfassendes Reformprogramm für die Stammesgebiete gebilligt.

In Pakistan, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, leben etwa 200 Millionen Menschen. Mehr als 60 Prozent sollen unter 15 Jahre alt sein. Die erste landesweite Volkszählung seit fast 20 Jahren soll ab kommender Woche auch bei diesen Zahlen Klarheit schaffen.

SDA-ATS