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Aus für die eigene Drahtproduktion für Diamantdraht bei Meyer Burger: Die Geschäftseinheit schaffte es nicht, profitabel zu werden.

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Der angeschlagene Solarzulieferer Meyer Burger stellt die eigene Produktion von Diamantdraht in seiner Fabrik in den USA ein. 72 Mitarbeitende in Colorado Springs verlieren ihren Arbeitsplatz.

Mehrfache Kostenoptimierungen, Kapazitätsanpassungen und Restrukturierungen seit 2012 schafften es nicht, die Diamantdrahtvolumenproduktion zu einer profitablen Geschäftseinheit zu machen.

Das Geschäft litt unter einem weltweit anhaltenden, verschärften Preis- und Margendruck, wie Meyer Burger in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Nun zieht das Unternehmen die Notbremse. Der Entscheid sei nicht leicht gefallen, sei aber ein notwendiger Schritt auf dem Weg, die Profitabilität der Gruppe zu verbessern, lässt sich der neue Meyer-Burger-Chef Hans Brändle zitieren.

Wichtiges Technologie Know-how werde ins Technologie- und Produktecenter Thun transferiert, heisst es weiter. Auf die strategisch wichtige Produktlinie der Diamantdraht-basierten Schneidesysteme habe der Entscheid keinen Einfluss.

10 Millionen Franken sparen

Mit der Einstellung der Produktion will der Solarzulieferer ab der zweiten Jahreshälfte 2017 seine jährlichen operativen Kosten um rund 10 Millionen Franken senken. Umgekehrt führt der Entscheid zu einmaligen Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Warenlager, Technologie und Produktionsanlagen von rund 12 Millionen Franken, die auf das Jahresergebnis 2016 drücken.

Gemäss vorläufigen Ergebnissen hat Meyer Burger 2016 vor Abschreibungen und Amortisationen wieder einen Gewinn geschrieben. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA soll bei rund 10,5 Millionen Franken liegen, nach einem Verlust von 55,9 Millionen Franken 2015.

Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 453 Millionen Franken, zudem zählt Meyer Burger neue Aufträge im Volumen von 456 Millionen Franken, nach 418,9 Millionen Franken im Vorjahr.

Meyer Burger steckt seit Jahren in den roten Zahlen. In der ersten Jahreshälfte 2016 erzielte das Unternehmen zumindest vor Abschreibungen und Amortisationen wieder einen Betriebsgewinn. Zudem gelang es dem Unternehmen kürzlich, einen umfangreichen Refinanzierungsplan umzusetzen.

SDA-ATS