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Aus Protest gegen die Umwandlung in ein Elektronik-Verkaufsgeschäft deponierten junge Leute 2015 Elektronik-Schrott vor der Berner Markthalle.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Die Migros Aare will die Berner Markthalle wiederbeleben, welche seit 2015 durch einen Elektronik-Discounter belegt ist. Gemeinsam mit den Besitzern will sie ab 2018 die Halle wieder zu einem beliebten Treffpunkt machen.

Wie vor der Übernahme der Halle durch den Discounter Media Markt sollen darin viele Restaurants, Bars und Take-Away-Betriebe zu finden sein. Das gaben Vertreter der Genossenschaft Migros Aare und der Gebäudebesitzerin Markthalle Cityhof Bern AG am Mittwoch in Bern vor den Medien bekannt.

Das ursprüngliche Konzept einer Markthalle mit Lebensmittelständen, wie man sie von Südeuropa her kennt, wird hingegen nicht wiederbelebt. Eine solche Markthalle schwebte den Initianten ursprünglich vor, als sie 1998 die frühere Lagerhalle einer Leinenweberei in unmittelbarer Nähe zum Berner Bahnhof eröffneten.

Als die Markthalle 2013 ihren Betrieb einstellte, war sie so beliebt, dass es bei der Eröffnung des Elektronik-Discounters 2015 zweimal zu Demonstrationen kam.

Die Migros Aare wird nun den laufenden Mietvertrag von Media Markt übernehmen. Dieser hatte Ende Dezember bekanntgegeben, dass er wegen der stetig steigenden online-Verkäufe seine Filiale in der Markthalle schliessen wird. In den Innenausbau des Gebäudes investiert die Migros Aare acht Millionen Franken.

Sie will gemäss den Worten ihres Geschäftsleiters Anton Gäumann mit ihrem Engagement kein Geld verdienen. Eine schwarze Null ist aber schon das Ziel. Es gehe darum, den seinerzeitigen Markthalle-Initianten mit Know-how zur Seite zu stehen und so dem Markthalle-Konzept zum Durchbruch zu verhelfen.

Die Migros Aare, die in der Berner Innenstadt schon an zahlreichen Orten präsent ist, wird in der Markthalle keine eigenen Restaurants oder Läden eröffnen.

SDA-ATS