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Auf dem Estrich eines Hauses in Südfrankreich ist womöglich ein Gemälde des italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) gefunden worden. Beim Bild "Judith und Holofernes" handle sich um einen "echten" Caravaggio, erklärte Gutachter Eric Turquin am Dienstag in Paris.

Das französische Kulturministerium hatte kürzlich eine Ausfuhrgenehmigung für das Ölgemälde verweigert, weil es von dem italienischen Barockmaler stammen könnte.

Entdeckt wurde das Gemälde bereits im April 2014 durch Zufall: Nach einem Wasserschaden öffneten die Besitzer eines Hauses nahe Toulouse einen Verschlag im Estrich - und fanden dort das Bild. Ein Auktionshaus beauftragte den Franzosen Eric Turquin mit einem Gutachten.

"Dieses Licht, diese für Caravaggio typische Energie, keine Korrekturen, die sichere Hand und das Bildmaterial zeigen, dass dieses Gemälde echt ist", sagte Turquin nun am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Paris. Zugleich warnte der Experte, es werde über das Bild "mehr Kontroversen als Gutachten" geben.

Das auf die Zeit von 1600 bis 1610 datierte Ölgemälde zeigt, wie die biblische Heldin Judith den assyrischen Feldherren Holofernes enthauptet. Experten sind geteilter Meinung, ob das Gemälde wirklich von dem als Caravaggio bekannten Maler Michelangelo Merisi stammt.

Das französische Kulturministerium hält weitere Untersuchungen für notwendig und verweigert eine Ausfuhr des Gemäldes "mit grossem künstlerischen Wert".

sda-ats

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