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Christian Mumenthaler, Konzernchef des Rückversicherers Swiss Re, setzt bei der Unternehmensstrategie auf Konstanz. Daran ändert auch der im Halbjahr erlittene Gewinnrückgang nichts.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Der Rückversicherer Swiss Re hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 22 Prozent auf 637 Millionen Dollar erlitten. Der seit Anfang Juli amtierende Konzernchef Christian Mumenthaler plant dennoch keine Strategieänderung bei dem Konzern.

"Ich war bei der Erarbeitung der aktuellen Unternehmensstrategie beteiligt und sehe daher keinen Grund, diese zu ändern", sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur sda am Rande der Medienkonferenz anlässlich der Präsentation der Semesterresultate.

Auf dem Investorentag im Herbst werde er keine neue Strategie vorstellen, betonte Mumenthaler und verdeutlichte, dass er für einen stabilen Kurs bei dem Rückversicherer stehen will.

Auch bei der Bildung und Auflösung von Rückstellungen, mit der Versicherungsgesellschaften vergleichsweise stark ihre ausgewiesene Gewinne steuern können, hat der Manager keine Änderungen vorgenommen. Die Prozesse seien auch nach seinem Amtsantritt als Konzernchef gleich geblieben, sagte er gegenüber der sda.

Dieses Thema ist insofern von Bedeutung, weil neue Konzernchefs gerne Rückstellungen erhöhen, damit sie für allfällige Fehler ihrer Vorgänger nicht verantwortlich gemacht werden können und mehr Spielraum für die eigenen Managemententscheidungen in der Zukunft zu haben.

Keine schlaflosen Nächte

Beim zweitgrössten Rückversicherer der Welt, der Swiss Re, sank im zweiten Quartal der Gewinn markant um rund 22 Prozent auf 637 Millionen Dollar, was auch auf Änderungen bei den Rückstellungen zurückzuführen gewesen war.

Zum Quartalsverlust in Höhe von 25 Millionen Dollar in der Sparte Corporate Solutions, wo sich der Rückversicherer Swiss Re im Markt weit nach vorne wagt und selbst Erstversicherungsgeschäft betreibt, sagte Mumenthaler gegenüber sda, dass er diesbezüglich keine schlaflosen Nächte habe.

In der Vergangenheit habe Swiss Re in dieser Division gute Gewinne erwirtschaftet und als Folge der dünnen Margen können in diesem Bereich durchaus auch mal grössere Schäden auftreten.

Swiss Re trafen im ersten Halbjahr zwei Grossschäden von zusammen rund 100 Millionen Dollar. Der neue Konzernchef will dieses Geschäftsfeld strategiekonform weiter ausbauen.

sda-ats

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