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Nicole Büchler startet verunsichert in ihren dritten Olympia-Wettkampf. Sie gibt am Freitagabend bekannt, dass ihre Zerrung im Oberschenkel im letzten Monat wieder zweimal aufgebrochen ist.

Die Bieler Stabhochspringerin versprühte beim Disziplinentreff im Schweizer TV-Studio in Rio de Janeiro wenig Zuversicht. Die Verletzung, die sie um eine Teilnahme an den Europameisterschaften in Amsterdam gebracht hatte, ist immer noch nicht vollständig ausgeheilt. Ein Training am Samstag soll Klarheit über ihren Fitnesszustand bringen.

Somit weiss die 32-Jährige nach einer sechswöchigen Wettkampfpause nicht, wo sie steht. Die Schweizer Rekordhalterin wird am Dienstagmorgen auch im Falle einer erfolgreichen Einheit am Samstag mit einer grossen Ungewissheit in die Qualifikation starten. Einerseits muss sie darauf vertrauen, dass ihr Oberschenkel der Belastung standhält, andererseits weiss sie nicht, wie viel sie an Grundschnelligkeit eingebüsst hat. Dies erschwert die Stabwahl auf den Anfangshöhen.

Büchler ist primär mental gefordert. Sie kann nach sechs Wochen Pause erst im Ernstkampf wieder Vertrauen in ihren Sprung finden. Das Potenzial wäre zweifelsohne vorhanden. Noch nie war die Frau aus Biel derart stark in ein Wettkampfjahr gestartet. 4,80 m reichten an den Hallen-Weltmeisterschaften in Portland (USA) zu einem starken 4. Rang, zwei Monate später lancierte Büchler den Sommer mit einem Schweizer Rekord (4,78 m) in Doha und überzeugte auch bei weiteren Diamond-League-Meetings mit Podestplätzen.

sda-ats

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