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Der Finne Patrick Laine stellt am ersten Wochenende der WM in Moskau alle in den Schatten. Gastgeber Russland reagiert auf die 0:3-Auftaktniederlage gegen Tschechien mit einem 6:4 gegen Kasachstan.

Der erst 18-jährige Laine skorte beim 5:1-Sieg gegen Deutschland wie bereits am Vortag bei seinem WM-Debüt gegen Weissrussland (6:2) zwei Tore und ein Assist. Von all den Hockey-Superstars der letzten 30 Jahre war nur einem eine erste Partie wie Laine gelungen. Der Russe Sergej Fedorow erzielte an der WM 1989 in Stockholm in seinem ersten WM-Spiel ebenfalls zwei Tore und ein Assist. Alle anderen späteren Grössen wie Wayne Gretzky (1 Assist), Mario Lemieux (1 Tor), Steve Yzerman (1 Assist), Alexander Owetschkin (1 Tor und 1 Assist) oder Sidney Crosby (2 Tore) debütierten nicht so beeindruckend wie Laine.

Die Russen bekundeten gegen die Kasachen, die am Vortag die Schweiz 3:2 nach Penaltyschiessen bezwungen und den ersten Sieg an einer A-WM seit 2006 gefeiert hatten, deutlich mehr Mühe als erwartet. In der 44. Minute stand es noch 4:4, dann brachten Verteidiger Anton Below und Stürmer Roman Ljubimow (49.) die Russen mir ihren jeweils zweiten Treffern erstmals mit zwei Toren in Führung. Damit war der Widerstand der Kasachen gebrochen.

Die Russen dominierten die Partie zwar deutlich - das Schussverhältnis lautete 49:19. Sie müssen sich aber deutlich steigern, wollen sie erstmals seit 1986 vor heimischen Publikum Weltmeister werden. Vor allem das Boxplay funktionierte überhaupt nicht, nutzten doch die Kasachen die ersten drei Strafen gegen die Russen aus. Die Gastgeber schossen ihrerseits drei Tore im Powerplay, wovon eines mit zwei Mann mehr. Below war mit total vier Skorerpunkten der Mann des Spiels.

Keine Blösse gab sich Titelverteidiger Kanada, der Aufsteiger Ungarn gleich 7:1 abfertigte und den zwölften Sieg in Folge an einer WM feierte. Sieben verschiedene Spieler schossen die Tore der Nordamerikaner. Neben den Kanadiern und den Finnen weist auch die Slowakei nach zwei Partien eine weisste Weste aus. Die Osteuropäer bezwangen Frankreich trotz eines früheren Gegentores (2.) mit 5:1. Bei den Franzosen wurde Cristobal Huet, der Stammtorhüter des Lausanne HC, nach zwei Dritteln ausgewechselt.

Auch Schweden feierte nach einem 0:1-Rückstand den zweiten Sieg. Die Skandinavier setzten sich gegen Dänemark, den nächsten Gegner der Schweiz, am Ende diskussionslos 5:2 durch. Vier der fünf Tore schossen sie in Überzahl. Für die Führung der Dänen hatte Nikolaj Ehlers verantwortlich gezeichnet. Der bei den Winnipeg Jets in der NHL tätige Sohn des derzeit arbeitslosen Trainers Heinz Ehlers besitzt eine Schweizer Lizenz, da er seine Karriere beim EHC Biel begonnen hat.

Die Resultate:

Gruppe A. Sonntag: Norwegen - Schweiz 4:3 (1:1, 2:0, 0:2, 1:0) n.V. Schweden - Dänemark 5:2 (0:1, 4:0, 1:1). Russland - Kasachstan 6:4 (3:3, 1:0, 2:1). - Samstag: Schweiz - Kasachstan 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0) n.P. Norwegen - Dänemark 0:3 (0:0, 0:2, 0:1). Lettland - Tschechien 3:4 (0:2, 1:0, 2:1, 0:0) n.P. - Rangliste: 1. Tschechien 2/5. 2. Schweden 2/5. 3. Dänemark 2/3. 4. Russland 2/3. 5. Norwegen 2/2. 6. Kasachstan 2/2. 7. Lettland 2/2. 8. Schweiz 2/2.

Gruppe B. Sonntag: Frankreich - Slowakei 1:5 (1:2, 0:2, 0:1). Ungarn - Kanada 1:7 (1:2, 0:4, 0:1). Finnland - Deutschland 5:1 (2:0, 2:1, 1:0). - Samstag: Slowakei - Ungarn 4:1 (2:1, 1:0, 1:0). Frankreich - Deutschland 3:2 (1:0, 1:2, 0:0, 0:0) n.P. Weissrussland - USA 3:6 (0:2, 2:3, 1:1). - Rangliste: 1. Kanada 2/6. 2. Finnland 2/6. 3. Slowakei 2/6. 4. USA 2/3. 5. Frankreich 2/2. 6. Deutschland 2/1. 7. Weissrussland 2/0. 8. Ungarn 2/0.

sda-ats

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