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Nicht Paul Pogba, nicht Antoine Griezmann, sondern Dimitri Payet rückt sich zum Auftakt der EM ins Rampenlicht. Sein spätes Traumtor zum 2:1 gegen Rumänien könnte für die Franzosen wegweisend sein.

Die Grande Nation musste lange bangen, ehe der ersehnte Auftaktsieg Tatsache war. Zu verdanken hatte der EM-Gastgeber den Sieg in erster Linie Payet. Der England-Legionär und Regisseur von West Ham United knackte das rumänische Abwehrbollwerk fast im Alleingang. Er bereitete das 1:0 durch Olivier Giroud vor und erzielte in der 89. Minute das erlösende 2:1 - mit einem wunderbaren Weitschuss notabene.

Hinterher zeigte sich der aus der zweiten Reihe zum Matchwinner avancierte Mittelfeld-Akteur erleichtert. "Der Auftaktsieg gibt und Ruhe für die kommenden Aufgaben", sagte er.

Tatsächlich wäre ein Remis gegen Rumänien ein Stimmungskiller gewesen. Zwar wäre das Weiterkommen auch mit einem Punktverlust kaum in Gefahr geraten, doch ein erfolgreicher Start gibt eben das nötige Vertrauen, wie Trainer Didier Deschamps bestätigte: "Ein Sieg zum Auftakt ist wichtig."

Payet gab zu, dass er und seine Mitspieler anfangs nervös gewesen waren, und Deschamps sagte: "Wir waren zu Beginn ziemlich eingeschüchtert. Ein Eröffnungsspiel ist gefühlt fast wie ein Final." Danach habe er das Spiel richtig genossen, so Payet. Es war unübersehbar. So unübersehbar, dass Rumäniens Coach Anghel Iordanescu dem Matchwinner ein Kränzchen wand: "Er hat heute seine ganze Klasse gezeigt, und sein Tor war wunderschön."

Trotz der Niederlage lobte Iordanescu auch die eigene Mannschaft: "Wir begannen gut, gingen nur nur eine Glanztat von Hugo Lloris nicht in Führung. Zudem vergab Bogdan Stancu nach der Pause eine zweite grosse Chance zum 1:0. Wir hatten viele gute Momente, und ich möchte meiner Mannschaft gratulieren, obwohl das Resultat gegen uns spricht. Die Spieler haben meine Vorgaben sehr gut umgesetzt."

Setzen die Rumänen die Vorgaben des Trainers im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz ähnlich gut um wie gegen die Franzosen, werden sie am nächsten Mittwoch auch für die Schweizer ein überaus unbequemer Gegner sein. So viel steht fest, Auftaktniederlage hin oder her.

sda-ats

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