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Die Dienstlimousine der polnischen Ministerpräsidentin Szydlo prallte in einen Baum. Nach Medienberichte hatte ein Kleinwagen das Fahrzeug zuvor gerammt. Die Ministerpräsidentin und zwei ihrer Leibwächter wurden verletzt.

KEYSTONE/EPA PAP/ANDRZEJ GRYGIEL

(sda-ats)

Die verunfallte polnische Regierungschefin Beata Szydlo hat sich am Samstag weiter in Spitalpflege befunden. Ihr Zustand sei "stabil" und "unter Kontrolle", sagte ihr Sprecher Rafael Bochenek der Agentur PAP zufolge.

Sie war nach einem Autounfall am Freitag in ein Militärspital in Warschau gebracht worden. Der 53-Jährigen sei "nichts Ernsthaftes" zugestossen, so dass sie ihr Amt vom Krankenbett aus ausüben könne, sagte ihr Sprecher weiter.

Szydlo bleibe die nächste Zeit unter ärztlicher Beobachtung. Es gebe Routineuntersuchungen, hiess es. Wann die Politikerin der national-konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) das Spital verlassen kann, war noch nicht absehbar.

Szydlos Dienstwagen war am Freitagabend knapp 60 Kilometer westlich von Krakau gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer hatte offiziellen Angaben zufolge versucht, einem Kleinwagen des Typs Fiat Seicento auszuweichen. Szydlos Wagenkolonne sei mit Blaulicht und Sondersignal auf dem Weg in den Heimatort der Regierungschefin im Stadtgebiet von Oswiecim unterwegs gewesen.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Fahrer des Kleinwagens, den Unfall verursacht zu haben. Er habe den Fehler auch eingeräumt, hiess es. Neben Szdydlo waren auch ihr Fahrer und ein Personenschützer bei dem Unfall verletzt worden.

Nicht der erste Unfall

Der Vorsitzende von Szydlos rechtsnationaler Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, übermittelte der Ministerpräsidentin seine Genesungswünsche. Er hoffe, dass sie bald wieder die Regierungsgeschäfte übernehmen könne, sagte der frühere Regierungschef in Warschau.

Polnische Spitzenpolitiker waren zuletzt in eine Reihe von Verkehrsunfällen verwickelt. Ein Zwischenfall während ihrer Fahrt durch Jerusalem im November verlief für Szydlo aber ebenso glimpflich wie der Auffahrunfall, an dem Verteidigungsminister Antoni Macierewicz im Januar auf einer vereisten Autobahn beteiligt war. Auch Präsident Andzej Duda blieb unverletzt, als im vergangenen März ein Reifen seines Dienstwagens platzte.

SDA-ATS