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Beim Anstehen in der Post bleibt vorerst alles beim Alten. (Archiv)

Keystone/MARTIN RUETSCHI

(sda-ats)

Künftig soll es auf den Poststellen in der Schweiz doch keine verschieden schnelle Schalter geben. Die Post hat entschieden, ein entsprechendes Pilotprojekt nicht umzusetzen. Die Gewerkschaft Syndicom sieht damit drohende Lohnkürzungen vorerst vom Tisch.

Das Pilotprojekt war im Juli 2015 in ausgewählten Poststellen aufgenommen worden. Es sah unterschiedliche Schalter für schnell abzuwickelnde und zeitintensivere Geschäfte vor. Diese Unterscheidung sei ein Kundenbedürfnis, teilte die Post damals mit.

Für Kunden, die beispielsweise ein Postfinance-Konto eröffnen oder ein neues Handyabo abschliessen wollen, wurden spezielle Beratungsschalter eingerichtet. Das sollte den übrigen Kunden an allen anderen Schaltern zugute kommen, die etwa bloss einen Brief aufgeben oder eine Einzahlung tätigen wollen.

Nach Abschluss des Pilotprojekts habe die Konzernleitung nun entschieden, die neue Kundenbetreuung nicht umzusetzen, teilte die Post am Mittwoch mit. Grund seien insbesondere die Auswirkungen auf die Löhne des Personals. Die positiven Erkenntnisse würden jedoch in die Weiterentwicklung des Schaltergeschäfts einfliessen.

Gewerkschaft erleichtert

Die Gewerkschaft Syndicom zeigte sich über den Entscheid der Post erleichtert. Mit der Neueinteilung in verschiedene Stellenprofile hätten die rund 6000 Postschalter-Angestellten eine Lohnkürzung zu befürchten gehabt, schreibt Syndicom in einer Stellungnahme.

Über 2000 Postschalter-Angestellte hätten sich deshalb mit einer Petition gegen drohende Lohnkürzungen gewehrt. Mit dem Projektstopp seien diese nun vom Tisch. Dies sei "ein Erfolg für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bereichs Poststellen und Verkauf". Der Verwaltungsrat habe "dem Druck nachgegeben", zeigt sich Syndicom überzeugt.

Dennoch blieben offene Fragen. So bestehe weiterhin Handlungsbedarf beim Verkaufsdruck, der auf den Schalter-Angestellten laste.

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SDA-ATS