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Zwar darf der am letzten Mittwoch schwer gestürzte Stefan Küng wohl erst Ende August wieder draussen Velo fahren. Dennoch will er bald darauf wieder an Rennen und im Oktober auch an der WM teilnehmen.

Fünf Tage nach dem heftigen Crash an den Schweizer Zeitfahr-Meisterschaften in Martigny, bei welchem er sich Brüche an der Hüfte, Hand und am linken Schlüsselbein, sowie zahlreiche Prellungen und Schürfungen zugezogen hat, befindet sich Stefan Küng immer noch im Kantonsspital in St. Gallen. Am Dienstag oder Mittwoch dürfe er voraussichtlich nach Hause", so der 22-jährige Thurgauer nach seinem selbst verschuldeten Sturz bei mehr als Tempo 60.

Wegen seinen Verletzungen muss er die nächsten rund acht Wochen Erschütterungen vermeiden, ansonsten der Genesungsverlauf gestört werden könnte. Erst danach darf Küng wieder mit dem Velo auf die Strasse. "Mit dem Training drinnen auf der Rolle werde ich aber möglichst bald wieder beginnen", so die Absicht des BMC-Profis.

Vor allem der geplatzte Traum von der Olympia-Teilnahme mit dem Bahn-Vierer "tut immer noch sehr weh, gerade auch wegen meinen Teamkollegen. In dieses Projekt wurden so viele Trainingsstunden, viel Herzblut und auch viel Geld investiert."

Saison noch nicht abgeschrieben

Küng, der sich zu seiner dritten langen Zwangspause innert 13 Monaten gezwungen sieht, ist sich im Klaren, "dass ich mich hinterfragen muss, denn so kann es nicht mehr weitergehen". Um künftig auch in der Hektik des Renngeschehens die richtigen Entscheide treffen zu können und die nötige "Coolness und Gelassenheit zu finden, werde ich künftig erstmals Leute beiziehen". Auch werde er Zeit investieren, um den ganzen Unfall mental aufzuarbeiten. Küng: "Es darf nichts davon übrigbleiben."

Der Thurgauer diese Saison noch nicht gänzlich abgeschrieben. "Ich will bei der WM am Start sein." Die Titelkämpfe finden heuer vom 9. bis 16. Oktober statt. Um dort in Form zu sein, muss Küng zuvor einige Vorbereitungsrennen bestreiten können.

sda-ats

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