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Demonstrationen für die Pressefreiheit vor dem Redaktionsgebäude der "New York Times" in Manhattan.

KEYSTONE/AP/KATHY WILLENS

(sda-ats)

Rund 250 Menschen haben in New York am Sonntag für die Pressefreiheit demonstriert. Nach zahlreichen Protesten gegen US-Präsident Donald Trump seit dessen Amtseinführung im Januar war dies die erste Demonstration, die der Unterstützung Trump-kritischer Medien galt.

Trotz Kälte versammelte sich die Menge vor dem Eingang des Redaktionssitzes der "New York Times" in Manhattan. Einige Demonstranten hatte sich aus Protest den Mund zugeklebt und forderten auf Schildern die Garantie der Pressefreiheit.

Autoritäre Regierungen oder Diktaturen gingen immer zuerst gegen die Medien vor, sagte eine Demonstrantin, die pensionierte Lehrerin Donna Marie Smith. "Es ist immer das erste, was sie tun. Wir stehen an der Schwelle zum Faschismus", sagte Smith. Eine andere Teilnehmerin an dem Protest sagte: "Demokratie kann nicht funktionieren ohne unabhängige Medien."

Am Freitag hatte das Weisse Haus mehrere grosse Medien von einem Briefing ausgeschlossen - und damit Vorwürfe auf sich gezogen, es sanktioniere kritische Berichterstatter. Der Trump-kritische Fernsehsender CNN, die Zeitung "New York Times" und das Insider-Magazin "Politico" gehörten zu den Organisationen, die nicht zu dem Briefing zugelassen wurden. Diese Medien hatten in den vergangenen Wochen unter Bezug auf anonyme Quellen immer wieder kritisch über die Trump-Regierung berichtet

Kleinere Medien zugelassen

Dagegen wurden wesentlich kleinere, aber der Regierung generell wohlgesonnene Medien wie das ultrarechte Portal "Breitbart News" oder das One America News Network zu dem Briefing am Freitag zugelassen. Die Vereinigung der Korrespondenten im Weissen Haus gab ihren "starken Protest" gegen dieses Vorgehen zu Protokoll. CNN und die "New York Times" protestierten scharf.

Trump hatte in den vergangenen Tagen seine Attacken auf die Medien verschärft und einen Grossteil davon als "Feinde des Volkes" verunglimpft. In einer Rede am Freitag warf er den Medien erneut vor, absichtlich Falschnachrichten über seine Regierung zu verbreiten. Der Präsident war zuletzt durch diverse Enthüllungen in den Medien über die Russland-Kontakte seines Teams massiv unter Druck geraten.

Am Samstag, einen Tag nach dem Briefing-Eklat, sagte Trump zudem seine Teilnahme am traditionellen Dinner der Korrespondenten im Weissen Haus ab. Er brach damit mit einer jahrzehntelangen Tradition. Einen Grund für seine Absage nannte er nicht.

SDA-ATS