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Noch sind rund 5000 Testfahrten geplant, bis der fahrplanmässige Betrieb durch den Gotthard-Basistunnel am 11. Dezember aufgenommen wird.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Bis zum fahrplanmässigen Betrieb ab dem 11. Dezember werden im Gotthard-Basistunnel noch rund 5000 Testfahrten absolviert. Auch für das Publikum gibt es noch Gelegenheit, den mit 57 Kilometer weltlängsten Bahntunnel auszukundschaften.

So sind von den mehreren tausend Billetten für die Tunneldurchfahrt, welche im Hinblick auf das Volksfest vom Wochenende in den Verkauf gelangt sind, noch nicht alle abgesetzt worden, wie SBB-Pressesprecher Frédéric Revaz am Donnerstag auf Anfrage sagte.

Zwischen dem 2. August und dem 27. November soll dem Publikum dank dem Zug "Gottardino" noch einmal Gelegenheit gegeben werden, den Tunnel zu durchfahren. Die Passagiere werden dabei auch Gelegenheit erhalten, bei der Haltestelle Sedrun 800 Meter unter der Erdoberfläche auszusteigen und den Tunnel von innen zu bestaunen.

Auch diese Zugfahrten gehören zum Testprogramm. Die Mehrheit der Versuchsfahrten soll dazu dienen, die Verkehrsabwicklung und den Fahrplan auszutesten. Dazu gehört mehrheitlich auch der Einsatz von Güterzügen. Der erste Güterzug wird am Freitag um 9.20 Uhr durch den Basistunnel rollen.

Höhere LSVA - tieferer Trassenpreis

Denn dem Gotthard-Basistunnel wird eine grosse Bedeutung für die Verkehrsumlagerung von der Strasse auf die Schiene beigemessen. Der Bundesrat hat diesbezüglich bereits "nachgeholfen". So sollen ab Anfang 2017 die Schwerverkehrsabgabe LSVA erhöht und gleichzeitig die Trassenpreise verbilligt werden.

Künftig soll ein Lastwagen oder Sattelschlepper für eine Fahrt von Basel nach Chiasso im gewichteten Durchschnitt rund 298 Franken LSVA bezahlen gegenüber den heutigen 276 Franken. Damit dürften die Einnahmen aus der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) jährlich um 180 bis 190 Millionen Franken steigen. Für die Anpassungen ist allerdings noch ein Beschluss des Gemischten Landverkehrsausschusses Schweiz-EU notwendig, der nach wie vor ausstehend ist.

Zudem soll von 2017 bis 2021 der Trassenpreis angepasst werden. Davon sollen im Güterverkehr über die Alpen vor allem lange, schwere Güterzüge profitieren. Der alpenquerende Schienengüterverkehr soll laut Berechnungen des Bundesamtes für Verkehr (BAV) insgesamt um gut zehn Millionen Franken pro Jahr entlastet werden. Der Bundesrat hat die entsprechenden Änderungen der Netzzugangsverordnung bereits im Dezember 2015 gutgeheissen.

Ab 2021 bis 260 Güterzüge pro Tag

Geplant sind auch weitere Angebotsverbesserungen. So wird die Kapazität im Güterverkehr 2017 bereits von 180 auf 210 Güterzüge pro Tag gesteigert. 2019 ist zudem ein Ausbauschritt beim Umschlagterminal Gateway Basel-Nord geplant. Und mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels wird die Kapazität ab 2021 auf 260 Güterzüge pro Tag erhöht.

sda-ats

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