Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie und der Ankündigung des Lockdowns durch den Bundesrat ist der Verkehr auf den Schweizer Strassen eingebrochen. Auf den Autobahnen sind rund ein Drittel weniger Fahrzeuge unterwegs als normalerweise.

Das durchschnittliche Verkehrsaufkommen auf den Nationalstrassen pro Tag beläuft sich derzeit noch auf 60 bis 70 Prozent des sonst üblichen Werts, wie aktuelle Zahlen des Bundesamt für Strassen (Astra) zeigen. Auf einzelnen Autobahnabschnitten fällt der Rückgang des Verkehrs noch markanter aus.

So zählten die Behörden im Kanton Waadt am 3. März auf dem Abschnitt Morges - Ecublens der Autobahn A1 96'000 Fahrzeuge. Am Dienstag waren es noch rund 34'000. Das entspricht einem Rückgang von 65 Prozent.

Besonders stark abgenommen hat auch der Verkehr an Samstagen und Sonntagen, wie es beim Astra am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Am vergangenen Wochenende bewegten sich auf den Nationalstrassen nur noch halb so viele Fahrzeuge wie üblich.

Drei Viertel weniger Grenzverkehr

Der grenzüberschreitende Strassenverkehr hat sich erwartungsgemäss auf ein Minimum reduziert. Das Verkehrsaufkommen auf den Nationalstrassen nach Deutschland, Frankreich und Österreich beträgt nach Angaben vom Astra noch 25 bis 30 Prozent der gewohnten Marke.

Noch dramatischer ist der Einbruch beim Verkehr von und nach Italien. In Chiasso, wo vor der Coronavirus-Krise täglich über 50'000 Autos, Busse und Camions den Grenzübergang passierten, ist das Aufkommen auf 10 bis 20 Prozent geschrumpft.

Da die Ausreise wegen der Grenzkontrollen nur eingeschränkt und verzögert abläuft, müssen Fahrzeuglenker laut Astra täglich mit Rückstau an den Grenzübergängen und langen Wartezeiten rechnen.

Ein deutlicher Rückgang verzeichnet auch der Alpentransitverkehr. Auf der A13 via San Bernardino und der A2 durch den Gotthard-Tunnel beträgt das Minus 60 bis 80 Prozent.

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