Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Wer fahrlässig einen Unfall baut, der Verspätungen im Zugverkehr verursacht, wird neuerdings von der SBB zur Kasse gebeten. (Symbolbild)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Wer fahrlässig einen Unfall baut oder vorsätzlich Dinge beschädigt und damit Verspätungen im Zugverkehr auslöst, wird von der SBB seit Anfang Jahr zur Kasse gebeten. Insgesamt sind im laufenden Jahr bereits 100'000 Franken eingefordert worden.

SBB-Sprecher Reto Schärli bestätigte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der "SonntagsZeitung". Die eingeforderten Verspätungskosten beliefen sich im Schnitt auf über 3000 Franken, insgesamt verschickte die SBB rund dreissig Rechnungen.

Bisher konnte die SBB von Unfallverursachern oder Saboteuren nur Ersatz für die direkten Schäden einfordern, etwa die Kosten für die Reparatur beschädigter Bahnschranken. Dank eines neu entwickelten Verfahrens können die Bundesbahnen die Höhe der Kosten bei Betriebsunterbrüchen und Zugverspätungen berechnen.

SBB ist meistens selber schuld

Aktiv wird die SBB laut Schärli, wenn die SBB Betriebsunterbrüche zu beklagen hat, die wegen fahrlässigen Verhaltens oder Vandalismus von Dritten zustande gekommen sind. Das kommt immer wieder vor. Beispiele sind Autofahrer, die betrunken in Bahnschranken oder auf die Gleise fahren und so Zugausfälle verursachen - oder Rowdys, die Gleise sabotieren.

Insgesamt entstehen der SBB durch Verspätungen jedes Jahr Kosten in zweistelliger Millionenhöhe, wie Schärli sagte. Den überwiegenden Teil der jährlich 28'000 Störungsfälle verursacht die SBB aber selber - etwa, weil Strecken wegen Unterhaltsarbeiten gesperrt werden müssen.

Ausdrücklich von der Weiterverrechnung ausgenommen sind Verspätungen, die durch versuchte oder vollendete Suizide verursacht werden. Verrechnen lassen sich zudem nur Ereignisse, bei denen die Verantwortlichen klar benannt werden können. Fussballrowdys, die in Gruppen auftreten, kann die SBB mit der neuen Methode nicht in die Pflicht nehmen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS