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Eine aktuelle Suchmaske des SBB-Fundbüros. In Zukunft können die Besitzer ihre verlorenen Gegenstände auch zeichnen und detaillierte Farben angeben. (Symbolbild)

sbb.ch

(sda-ats)

Im Oktober führt die SBB ein neues Informatiksystem für ihr elektronisches Fundbüro ein. Die Betroffenen können dann präziser nach ihren verlorenen Gegenständen suchen. Damit sollen die Chancen erhöht werden, dass die Fundstücke wieder zu ihren Besitzern zurückfinden.

Zwischen Mai und Juli dieses Jahres erreichte die Zahl der Gegenstände, die in den Zügen liegengelassen oder verloren wurden, einen neuen Rekord: 33'000 Meldungen registrierte die SBB während dieser drei Monate, wie Sprecher Jean-Philippe Schmidt auf Anfrage sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "La Liberté".

Mit den steigenden Passagierzahlen nehme auch die Menge an Fundstücken zu. Doch zwischen Mai und Juli verzeichnete die SBB jeweils Spitzenwerte. Vor allem liegen gelassene Kleidungsstücke hätten die Zahl in diesem Jahr in die Höhe getrieben, sagte Schmidt. Er führt den Anstieg auch auf die wechselhaften Wetterbedingungen zurück.

Zeichnung malen

Im Durchschnitt fanden im letzten Jahr 54 Prozent der Fundstücke wieder zu ihren rechtmässigen Besitzern zurück, 2002 waren es noch 30 Prozent gewesen. Das Bahnunternehmen hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, 60 Prozent der Gegenstände zurückgeben zu können. Dazu hat es ein neues Informatiksystem entwickelt, das eine detailliertere Erfassung ermöglicht.

Bei verlorenen Kleidern zum Beispiel können die vergesslichen Besitzer ihren Suchauftrag in Zukunft mit Zeichnungen und Farbtönen ergänzen, während früher nur Beschreibungen möglich waren. Auch der Inhalt von Taschen und Koffern soll von nun an minutiös erfasst werden, damit die Reisenden ihre Besitztümer genauer identifizieren können.

82 Prozent der Portemonnaies

Der Anteil an wiedergefundenen Gegenständen variiert von Objekt zu Objekt: Von 14'000 verlorenen Handys konnten 68 Prozent an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Bei den Portemonnaies ist der Anteil mit 82 Prozent noch höher. Kleider hingegen werden mit 23 Prozent relativ selten wieder gefunden.

Doch die SBB sammelt nicht nur in ihren eigenen Zügen verlorene Taschen, Velos oder Portemonnaies zusammen. Sie hat mit rund 15 anderen Transportunternehmen einen Vertrag abgeschlossen, um den Fundservice zu zentralisieren. Darüber hinaus koordiniert die SBB ihre Stelle mit rund 30 anderen Fundbüros wie zum Beispiel denjenigen auf den Flughäfen.

sda-ats

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