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Wer schnell in den Bergen sein kann, bucht spontan. Darum spüren Schweizer Hotels das schlechte Wetter von Anfang Jahr in ihren Kassen. (Symobolbild).

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Die Schweizer Hotels spüren die Aufhebung des Euro-Mindestkurses erst jetzt verstärkt. Viele Touristen hatten nämlich im vergangenen Jahr ihre Ferien bereits gebucht gehabt. Nun verzichten sie auf Ferien in der Schweiz, wie Angaben des Branchenverbandes spiegeln.

Andreas Züllig, Präsident von Hotelleriesuisse, spricht im Interview mit der "Schweiz am Sonntag" von einem Rückgang der Logiernächte von 3,9 Prozent im Januar und Februar. Das sei die grösste Abnahme seit drei Jahren und eine Folge der Aufwertung des Frankens. "Der Rückgang hat sich erst jetzt, ein Jahr später, deutlich bemerkbar gemacht", sagt er.

Vor allem die Hotels im Kanton Graubünden bekamen die Einbrüche zu spüren. Die Übernachtungszahlen gingen in den ersten zwei Monaten um mehr als 9 Prozent zurück. Züllig macht hierfür aber auch das schlechte Wetter verantwortlich. Durch neue Technologien würden die Gäste aus dem Mittelland und dem nahen Ausland nämlich vermehrt spontan buchen. Bei schlechtem Wetter blieben sie aus. "Früher gab es diese Schwankungen nicht. Die Gäste buchten eine Woche Ferien und kamen, ob das Wetter nun gut oder schlecht war", sagt er.

Chancen sieht Züllig für die Schweizer Hotels bei Kooperationen untereinander. Dadurch könnten sie ihre Kosten senken. Zudem seien die Schweizer Hotels etwa bezüglich Betriebsabläufen besser aufgestellt als die ausländische Konkurrenz. "Wir mussten uns immer an die veränderten Bedingungen anpassen. Denn wenn wir viel zu teuer wären, hätten wir gar keine Gäste mehr".

sda-ats

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