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Der Schweizer Eishockeyverband ist auf der Suche nach einem ausländischen Assistenten für Nationaltrainer Patrick Fischer fündig geworden. Der Schwede Tommy Albelin übernimmt das Defensiv-Coaching.

Mit Albelin verfügt die Schweizer Nationalmannschaft künftig über einen ausgewiesenen Fachmann im Defensivbereich. Der Skandinavier absolvierte als Verteidiger für die New Jersey Devils sowie die Calgary Flames über 1000 Spiele in der NHL, mit New Jersey gewann er 1995 und 2003 den Stanley Cup. Mit Schweden nahm er fünfmal an einer Weltmeisterschaft teil und gewann dabei zweimal Silber und 1987 Gold.

Albelin besitzt zweifelsohne Erfahrung, welche die Schweizer Nationalmannschaft weiterbringen kann. An der letzten WM in Russland kassierte die Schweiz in der Gruppenphase aus 7 Spielen 26 Gegentore, am viertmeisten aller 16 Mannschaften. Mit dem Trainertriumvirat Fischer, Reto von Arx und Felix Hollenstein standen ehemalige Stürmer an der Bande. "Die WM-Analysen haben gezeigt, dass die Schwachstellen der Nationalmannschaften im defensiven Bereich zu orten sind", begründet Raeto Raffainer, der Chef sämtlicher Nationalmannschaften, den Entscheid.

Nach seinem Rücktritt als Spieler vor gut zehn Jahren konnte Albelin in der Zwischenzeit reichlich Erfahrung im Coaching-Bereich sammeln. Von 2007 bis 2015 amtete er als Assistenzcoach in der Organisation der New Jersey Devils, entweder in der NHL oder beim Farmteam Albany Devils in der AHL. An den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver assistierte er ausserdem das schwedische Nationalteam, mit dem er im Viertelfinal gegen die Slowakei ausschied.

Albelin wird sich in erster Linie um die Schweizer A-Nationalmannschaft kümmern. An der U20-WM und bei deren Vorbereitung ergänzt er zudem den Coaching-Staff um den neuen Headcoach Christian Wohlwend.

Von Arx bei der U17, Hollenstein weg

Nicht mehr zum Trainerstaff der A-Nationalmannschaft gehören Fischers bisherige Assistenten. Mit Von Arx hätte der Eishockeyverband zwar gerne weiter gemacht, doch der langjährige Davoser Stürmer verzichtete auf den Job, weil die Zusammenarbeit mit Felix Hollenstein beendet wurde. Im Gegensatz zu Hollenstein bleibt Von Arx dem Verband aber erhalten. Der 39-Jährige steht auch künftig für die U17-Nationalmannschaft zur Verfügung.

sda-ats

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