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Die Schweizer Nationalmannschaft steht an der WM in Moskau nach der unnötigen 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Aufsteiger Kasachstan unter Druck. Am Sonntag muss gegen Norwegen ein Sieg her.

Im vergangenen Jahr hatten die Schweizer zum Auftakt ebenfalls gegen einen Aufsteiger (Österreich) im Penaltyschiessen verloren. Damals gelang ihnen mit einem 3:1 gegen Frankreich die gewünschte Reaktion. Eine solche ist auch diesmal nötig, ansonsten sind die Chancen auf eine Viertelfinal-Qualifikation realistisch gesehen nur noch gering.

Norwegen ist der Start mit einem 0:3 gegen Dänemark ebenfalls missglückt. Dabei mangelte es den Skandinaviern wie den Schweizern gegen Kasachstan an der nötigen Effizienz. Deshalb stehen auch sie bereits gehörig unter Druck. Die Norweger würden ihrem scheidenden Headcoach Roy Johansen mit dem Einzug in die Viertelfinals nur allzu gerne ein Abschiedsgeschenk machen. Der 56-Jährige, seit 2001 in diesem Amt, bestreitet seine elfte A-Weltmeisterschaft mit den Norwegern in dieser Funktion. Danach kehrt er zu Valerenga zurück, jenen Verein, für den er einst gespielt und wo er seine Trainerkarriere begonnen hat.

Allerdings fehlt Norwegen Patrick Thoresen, der ab der kommenden Saison für die ZSC Lions tätig ist. Der Topstürmer leidet an einer Leistenverletzung. Nichtsdestotrotz wird die Aufgabe für die Schweizer alles andere als ein Selbstläufer. Zwar haben sie die letzten vier Partien gegen die Skandinavier allesamt gewonnen - zuletzt mit 2:1 im Dezember bei der Premiere von Patrick Fischer als Headcoach. An Weltmeisterschaften verloren sie jedoch drei der letzten vier Duelle und gewannen einzig beim Silbermedaillengewinn 2013 in Stockholm (3:1).

"Die Marschrichtung stimmt im Grossen und Ganzen", erklärte Fischer. "Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben. Wir müssen uns vertrauen." Da die Norweger eher grösser seien, müssten sie ihre Beweglichkeit und Schnelligkeit ausnutzen. Weiter forderte Fischer, dass "der Rebound-Sektor besser besetzt wird". Torhüter Reto Berra, der mit seinem Lapsus zum 1:1 der Kasachen eine Mitschuld an der Niederlage trägt und wohl durch den in der Vorbereitung überzeugenden Robert Mayer ersetzt wird, sagte pragmatisch: "Es sind noch sehr viele Punkte zu vergeben."

sda-ats

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