Alle News in Kürze

Der Schweizer Stürmer Haris Seferovic steht an der EM noch ohne Tor da. Er sieht sich aber auf dem richtigen Weg.

Wie Haris Seferovic über den Achtelfinal vom Samstag gegen Lewandowski und die Polen denkt, verriet er am Mittwoch vor den Medien. Drei Tage vor dem Spiel in Saint-Etienne sprach der 24-Jährige zudem über seine eigene Torflaute und über den Zusammenhalt im Schweizer Team.

Haris Seferovic, seit Dienstagabend ist der Achtelfinal-Gegner bekannt. Ist Polen ein guter Gegner?

Haris Seferovic: "In erster Linie freuen wir uns auf den Achtelfinal, egal, wer der Gegner ist. Ich erwarte gegen Polen ein kämpferisches und schwieriges Spiel. Wir haben vor zwei Jahren ein Testspiel gegen Polen bestritten. Das war ein intensives Duell. Ich denke, dass seither beide Mannschaften Fortschritte erzielt haben."

Der Star auf der Gegenseite heisst Robert Lewandowski. An der EM hat er wie Sie noch kein Tor erzielt.

Seferovic: "Es gibt auch andere, die noch auf ein Tor warten. Für mich ist wichtig, dass ich zu Chancen komme. Deshalb sehe ich meine Situation nicht so schwierig."

Woran hat es gelegen, dass Sie an der EM noch nicht getroffen haben?

Seferovic: "Es fehlt der letzte Klick, dieses kleine Bisschen beim Verwerten der Chancen. Das liegt weniger am fehlenden Biss als vielmehr an der mangelnden Konzentration. Das war schon die ganze Saison so, auch im Klub bei Eintracht Frankfurt. Ich arbeite aber in den Trainings hart und gut, so dass ich hoffentlich bald belohnt werde. Ich studiere auf Video, wie ich meine Chancen vergeben habe, und versuche, daraus zu lernen. Auch diese Arbeit gehört zum Beruf des Fussballers."

Gegen Frankreich hat Sie der Trainer zunächst auf die Bank gesetzt.

Seferovic: "Darüber war ich nicht enttäuscht. Breel (Embolo) hat seinen Job sehr gut gemacht. Ich habe mich für ihn auch gefreut. Ich habe auch als Ersatzspieler eine positive Einstellung. Wir sind ein Team, jeder macht alles für die anderen, das macht unseren Erfolg aus."

Wie gross kann dieser Erfolg noch werden? Die Schweiz befindet sich im vermeintlich einfacheren Teil des Tableaus.

Seferovic: "Reden wir zunächst über den Achtelfinal gegen Polen! Wenn wir diesen verlieren, nützt das günstige Tableau auch nichts. Gewinnen wir, können wir uns mit dem nächsten Gegner befassen. Aber klar: Wenn wir das nötige Glück haben, ist fast alles möglich. So haben wir es mit der U17 in Nigeria erlebt. Wir sind auch nicht dahin gereist und dachten, dass wir am Ende gewinnen könnten."

sda-ats

 Alle News in Kürze