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Raphaël Domjan vor dem Start des Ballons mit den Versuchs-Solarzellen für sein Stratosphärenflugzeug.

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Das Projekt für ein stratosphärentaugliches Solarflugzeug SolarStratos hat eine weitere Etappe genommen. Ein Ballon mit Solarzellen ist am Samstagmorgen um 9.45 Uhr in Châtel-Saint-Denis FR gestartet. Er brachte die Zellen auf 35'000 Meter hinauf zum Testen.

Alles sei bei besten Wetterbedingungen gut gelaufen und die angestrebte Höhe sei erreicht worden, sagte der Projektverantwortliche Raphaël Domjan. Domjan hatte 2012 mit seiner Equipe als erster die Welt in einem Solarboot umrundet.

Beim samstäglichen Experiment ging es um die Frage, wie sich Solarzellen in der Stratosphäre verhalten. Die Frage ist, ob sich die Zellen oberhalb der Luftschicht zersetzen oder sonstwie anders verhalten. Nach der Landung des Ballons wurden die Versuchsobjekte in einem Neuenburger Labor untersucht.

Die Siliziumzellen sind die selben wie auf dem Solarflugzeug Solar Impulse von Bertrand Piccard. Sie müssen sehr temperaturbeständig sein, denn in der Stratosphäre herrschen 70 Minusgrade. Daraus ergeben sich auch Fragen nach der Dehnung des Materials, erklärte Domjan.

Kurz nach Mittag landete der Ballon auf einem Feld bei Massonnens FR, etwa 23 Kilometer vom Startplatz entfernt. Als Scherz trug er auch Neuenburger Weisswein mit sich hinauf, um herauszufinden, ab welcher Höhe dieser verdampft.

Das Stratosphären-Flugzeug SolarStratos soll 2018 abheben. Es handelt sich bei ihm um einen Flieger ohne Druckkabine. Der zweiplätzige Flieger soll 8,5 Meter lang sein, eine Spannweite von 24,8 Metern haben und 450 Kilo wiegen. Nächste Woche beginnt zwischen Payerne VD und Sitten die Suche nach einem Hangar. Die Raumanzüge für die Piloten werden in Russland hergestellt.

sda-ats

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