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Die SRG hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Verlust von 90 Millionen Franken abgeschlossen. Ins Minus gedrückt haben die SRG fehlende Einnahmen aus der Mehrwertsteuer sowie die Bildung einer Rückstellung für die Pensionskasse, wie die SRG am Donnerstag mitteilte.

Der Millionenverlust kommt nicht unerwartet: Die SRG hatte bereits angekündigt, dass sie für 2015 ein beträchtliches Defizit erwartet. Ein Loch in die Kasse gerissen hat das Bundesgerichtsurteil vom April 2015, wonach die Gebührenzahler keine Mehrwertsteuer zahlen müssen. Seither muss die SRG die Mehrwertsteuer aus eigenen Mittel berappen.

2015 verursachte dies Mindereinnahmen von 27 Millionen Franken, wie die SRG schreibt. Wegen der wegfallenden Einnahmen hat die SRG bereits ein Sparprogramm lanciert. Rund 250 Stellen sollen wegfallen. Die Kosten für die damit verbunden Rückstellungen - rund 31 Millionen Franken - wurden der Jahresrechnung 2015 belastet.

Eine weitere Rückstellung von 70 Millionen Franken hat die SRG für die Pensionskasse gebildet. Diese wurde nötig angesichts der schlechten Aussichten am Kapitalmarkt. Es sei wahrscheinlich, dass die Pensionskasse der SRG den technischen Zins senken müsse, heisst es in der Medienmitteilung.

Trotz der roten Zahlen für 2015 blickt die SRG optimistisch in die Zukunft: Für 2016 erwartet sie schwarze Zahlen. Die eingeleiteten Sparmassnahmen legten die Grundlage für ein ausgeglichenes Ergebnis in den kommenden Jahren, schreibt die SRG.

sda-ats

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