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Nach dem Tötungsdelikt an einer 38-jährigen Deutschen in Tägerwilen TG vom 15. Mai ist ein 59-jähriger Mann unter Tatverdacht in Barcelona festgenommen worden.

Kapo Thurgau

(sda-ats)

Nach dem Tötungsdelikt an einer 38-jährigen Deutschen im thurgauischen Tägerwilen ist ein Tatverdächtiger in Barcelona festgenommen worden. Es handelt sich um einen 59-jährigen nahen Bekannten des Opfers.

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat die Auslieferung des Tatverdächtigen an die Schweiz beantragt, wie sie am Montag mitteilte. Der Mann war am Tag nach dem Delikt international zur Verhaftung ausgeschrieben worden. Am 17. Mai wurde er am Flughafen in Barcelona festgenommen.

Nach dem Leichenfund im Seerhein bei Tägerwilen TG am Pfingstsonntag hätten die Ermittlungen rasch auf die Spur des 59-Jährigen geführt, heisst es. Der Tatverdächtige ist wie das Opfer Deutscher. Er wohnte auf Teneriffa. Zeugen sahen ihn am Abend vor der Tat in Tägerwilen zusammen mit dem aus Konstanz stammenden Opfer.

Der Mann soll sich in der Nähe des späteren Leichenfundorts mit der Frau verabredet haben. Er reiste mit einem spanischen Mietauto an, wie ein Zeuge beobachtete.

Opfer wies Kopfverletzungen auf

Eine Spaziergängerin fand die Leiche im Wasser bei der Seerhein-Badi. Die Obduktion der Leiche ergab, dass die Frau durch schwere Kopfverletzungen starb. Die Polizei ging von einem möglichen Beziehungsdelikt aus.

Der zuständige Thurgauer Staatsanwalt reiste vergangene Woche zusammen mit Spezialisten der Kantonspolizei nach Spanien, um die spanischen Behörden bei der Spurensicherung und den Ermittlungen vor Ort zu unterstützen.

Den Tatverdächtigen konnten die Thurgauer Behörden allerdings nicht befragen, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Stefan Haffter der Nachrichtenagentur sda. Spuren seien am Tatverdächtigen selber, an seinen Kleidern und in einem Hotel bei Barcelona gesichert worden.

Mietauto gefunden

Der Tatverdächtige hatte in dem Hotel logiert. Auch sein spanisches Mietauto wurde gefunden und auf Spuren untersucht. Wie lange das Auslieferungsverfahren dauert, konnte Haffter nicht sagen. Die internationale Zusammenarbeit der Justizbehörden funktioniere aber gut.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen seien auch Befragungen von Personen und Durchsuchungen auf Teneriffa geplant. Bis zur Auslieferung des Tatverdächtigen an die Schweiz finde ein enger Informationsaustausch mit den Spanischen Behörden, mit Eurojust in Den Haag und mit der Staatsanwaltschaft Konstanz statt.

sda-ats

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