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Frauen und Kinder fliehen mit ihrem Hab und Gut aus den umkämpften Gemeinden im Osten Afghanistans.

KEYSTONE/EPA/GHULAMULLAH HABIBI

(sda-ats)

Hunderte Menschen sind vor Gefechten zwischen der IS-Miliz und Streitkräften in der afghanischen Ostprovinz Nangarhar aus ihren Heimatgemeinden geflohen. "Nach ersten Informationen sind 400 bis 500 Familien betroffen", sagte Gouverneurssprecher Attaullah Chogiani.

Das könnten bis zu 3500 Menschen sein, sagte Chogiani am Dienstag. Die Zahl liess sich unabhängig zunächst nicht verifizieren. Die Gefechte hatten am Freitag im Bezirk Bati Kot begonnen.

Nach Angriffen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Sicherheitsposten hatten Armee und Polizei eine Offensive gestartet; laut Chogiani dauert sie noch an. Auch mithilfe internationaler und afghanischer Luftangriffe sollen rund 160 IS-Mitglieder getötet worden sein. Auch fünf Zivilisten sind demnach ums Leben gekommen. Rund 90 Privathäuser brannten ab.

Noch Anfang März hatte NATO-Sprecher Wilson Shoffner gesagt, der Versuch des IS, sich in Afghanistan auszubreiten, sei gescheitert. Der IS sei nach verstärkten Luftangriffen nur noch in einem Bezirk zu finden. Das US-Militär hatte damals von 1000 bis 3000 IS-Kämpfern in Afghanistan gesprochen.

Nach UNO-Angaben steigt die Zahl der durch Krieg intern Vertriebenen rasant. Von Januar bis April 2016 seien rund 118'000 Menschen dazugekommen.

sda-ats

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