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Ein Militärlastwagen bringt die entschärfte Weltkriegsbombe aus einem Quartier in Thessaloniki zu einem Schiessplatz.

KEYSTONE/AP/GIANNIS PAPANIKOS

(sda-ats)

Zur Entschärfung einer Weltkriegsbombe mit knapp 250 Kilogramm Sprengstoff sind am Sonntag rund 70'000 Einwohner der griechischen Grossstadt Thessaloniki aus ihren Wohnungen evakuiert worden. Der Einsatz wurde nach vier Stunden erfolgreich abgeschlossen.

"Die Operation ist beendet, alles ist gut gegangen", teilte der zuständige Präfekt Apostolos Tzitzikostas am Nachmittag mit. Zunächst wurde die Bombe entschärft, anschliessend wurde sie auf einen Schiessplatz abtransportiert.

Die Anwohner widersetzten sich zum Teil den Anordnungen zur grossflächigen Räumung der umliegenden Wohngebiete. Sie hätten "Angst vor Dieben", sagte der Ladenbesitzer Stelios Orphanos.

Die Behörden erklärten jedoch, die Evakuierung sei "zwingend erforderlich", in Griechenland sei noch nie eine Fliegerbombe in einem so dicht besiedelten Gebiet gefunden worden. Zudem befand sich der Sprengsatz in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle.

Eine über 80-jährige Frau sagte, sie habe keine Angst vor der Bombe. Diese sei schliesslich jahrzehntelang nicht detoniert. Von der Evakuierungsaktion waren drei Stadtviertel rund fünf Kilometer westlich der Innenstadt Thessalonikis betroffen. Auch ein Flüchtlingslager wurde vorübergehend evakuiert. Der Zug- und Busverkehr in der zweitgrössten Stadt Griechenlands wurde zeitweise unterbrochen.

In der Region befinden sich Treibstoffdepots, der Hafen der Stadt sowie der Güterbahnhof. Entdeckt wurde die Bombe bei Strassenbauarbeiten.

Griechischen Medienberichten zufolge war die Bombe 1943 von einem britischen Kampfflugzeug bei einem Luftangriff auf den nahe gelegenen Bahnhof und Hafen von Thessaloniki abgeworfen worden. Offiziell wurde dies zunächst nicht bestätigt.

SDA-ATS