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Thailands Polizei zeigt 2012 rund zwei Millionen konfiszierte Methamphetamin-Pillen (Archiv)

KEYSTONE/AP/SAKCHAI LALIT

(sda-ats)

Statt nach dem Fund von 700'000 Methamphetamin-Pillen die Drogen zur Polizei zu bringen oder sie gewinnbringend zu verkaufen, hat ein Mann in Thailand sie an seine Freunde verteilt. Damit drückte er den Strassenpreis der Droge deutlich nach unten.

Der 41-jährige Müllsammler aus der zentralen Provinz Ayutthaya sei am Dienstag zuhause festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Bei dem Mann seien noch 500'000 Methamphetamin-Pillen gefunden worden, deren Konsum in Thailand weit verbreitet ist.

Der Müllsammler hatte Pillen mit einem Strassenverkaufswert von umgerechnet rund sechs Millionen Franken nach eigener Aussage in einem Gebüsch an einer Strasse gefunden. Zuvor hatte er beobachtet, wie mehrere Männer aus einem Lieferwagen ausstiegen und dort ein grosses Paket ablegten.

"Er hat beteuert, dass er die Pillen seinen Freunden gegeben hat, die Geld brauchten oder ihre Schulden zurückzahlen mussten", sagte Suriya Yoopeat von der Polizei im Bezirk Uthai der Nachrichtenagentur AFP.

Die Polizei war der Sache auf die Spur gekommen, weil der Preis für Methamphetamin in den vergangenen Tagen von umgerechnet gut 7,70 Franken auf knapp 3,3 Franken pro Pille gefallen war.

Die synthetische Droge Methamphetamin wird in zwei Formen konsumiert: Als sogenanntes "Ice" in Kristallform oder in Form von Pillen, die in der Regel schwächer konzentriert sind. In Thailand wird die stimulierende Droge insbesondere von armen Menschen genommen, damit diese ihre langen Arbeitszeiten durchstehen.

sda-ats

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