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Nach dem schweren Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 ist die Zahl der Todesopfer in Ecuador auf 646 gestiegen. Wie Präsident Rafael Correa am Samstag mitteilte, gebe es fast 12'500 Verletzte und noch 130 Menschen würden vermisst.

Über 26'000 Menschen müssen weiter in Notunterkünften ausharren. Durch das Erdbeben an der Pazifikküste wurden auch 29 Ausländer getötet, darunter zehn Kolumbianer, zwei Briten, ein Ire, ein Italiener, ein Franzose und eine Deutsche. Das Erdbeben hatte vor einer Woche einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen schwer getroffen.

Präsident Correa hat angekündigt, mit neuen Steuern den Wiederaufbau zu finanzieren. Dieser werde mehrere Milliarden US-Dollar kosten. So soll die Mehrwertsteuer für ein Jahr um zwei Prozentpunkte erhöht werden und reiche Ecuadorianer eine Vermögensabgabe zahlen.

Ein Hauptproblem in der Katastrophenregion ist die Wasserversorgung. Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault teilte mit, sein Land schicke 30 Soldaten und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mit insgesamt 21 Tonnen Material in den südamerikanischen Staat.

Ecuador ist bisher in hohem Masse vom Erdölexport abhängig. Um davon in Zeiten fallender Preise unabhängiger zu werden, soll der Tourismus gerade auch in der Pazifikregion ausgebaut werden. Durch das Beben werden die Versuche zurückgeworfen. Über 6600 Gebäude wurden laut Corea zerstört, zudem rund 7000 Kilometer an Stromleitungen.

sda-ats

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