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Sandsäcke sollen an einem Strand in North Carolina den Wellen standhalten, die der Sturm "Hermine" an Land peitscht. Auch New York wappnet sich gegen den Hurrikan.

KEYSTONE/AP The Jacksonville Daily News/JOHN ALTHOUSE

(sda-ats)

Er kam, wütete und ging: Hurrikan "Hermine" hat sich in der Nacht zum Samstag entlang der US-Ostküste nach Norden gepflügt, nach dem er zuvor in Florida erhebliche Schäden angerichtet hatte.

Allein in dem Sonnenstaat waren nach Angaben der Behörden 300'000 Menschen ohne Strom, weitere mehr als 50'000 im nördlicher gelegenen South Carolina. In Florida starb ein Mann, der in einem Zelt schlafend von einem umstürzenden Baum getroffen wurde.

Selbst im mehrere Tausend Kilometer entfernt gelegenen New York bereiteten sich die Menschen auf Auswirkungen vor. Die Behörden sperrten vorsorglich sämtliche Strände in der Gegend um die Millionenmetropole.

Die Menschen dürften sich zwar auf dem Sand aufhalten, aber "noch nicht einmal einen Fuss ins Wasser tun", weil es zu gefährlich sei. Erwartet werden Wettervorhersagen zufolge hohe Wellen, leichte Überschwemmungen und gefährliche Strömungen.

Viel Wasser im Schlepptau

Nach Angaben des National Hurricane Center wurde "Hermine" kurz nach seinem Eintreffen in Florida bereits zum tropischen Sturm heruntergestuft - er hatte an Kraft verloren. Trotzdem bleibt der Sturm nach Angaben der Behörden gefährlich, vor allem, weil er so viel Wasser mit sich führt.

In Florida regnet es bereits seit Mittwoch sehr stark. Die Hurrikanexperten stufen aber auch die mit dem Sturm eintreffenden Wellen als gefährlich ein. Das Sturmsystem könne zudem die Bildung von Tornados in Florida begünstigen, berichtete CNN.

Vor dem langen Feiertagswochenende in den USA warnte der Wetterdienst vor Sturmböen, Starkregen, Überschwemmungen und starkem Wellengang in Florida und weiten Teilen der Ostküste. Am Montag feiern die USA den "Labor Day" (Tag der Arbeit). Das lange Wochenende gilt traditionell als Ende des Sommers, viele Menschen geniessen noch einmal ein paar Tage am Strand oder bei Grillfesten.

Schulen geschlossen

Allein in der Stadt Tallahassee im Nordwesten Floridas waren nach Angaben des Bürgermeisters 100'000 Menschen ohne Strom. In vielen Bezirken waren Strassen und grosse Flächen überflutet, auch einige Häuser standen unter Wasser. Die befürchtete grössere Katastrophe nach dem Anlanden des Hurrikans blieb am Morgen aber aus.

Gouverneur Rick Scott hatte bereits vorsorglich für 51 der 67 Bezirke des Bundesstaates den Notstand ausgerufen. Fast alle Behörden und sehr viele Schulen blieben am Freitag geschlossen.

Von einem Hurrikan spricht man, wenn der Tropensturm Böen von 119 Kilometern pro Stunde auslöst. "Hermine" hatte den Meteorologen zufolge bereits am Donnerstagmittag Böen von etwa 100 Kilometern pro Stunde verursacht und wurde zu einem Hurrikan hochgestuft, als die Windgeschwindigkeiten noch stärker wurden.

Der bislang letzte Hurrikan in Florida war "Wilma" im Jahr 2005, der Sturm hatte die Kategorie 3. Damals kamen fünf Menschen ums Leben.

sda-ats

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