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Die Unia-Frauen fordern vom Bundesrat, dass er sich für Lohngleichheit stark macht. (Symbolbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Unia-Frauen fordern den Bundesrat in einer Resolution auf, die Revision des Gleichstellungsgesetzes voranzutreiben. Am Herzen liegt ihnen insbesondere die Lohngleichheit, aber auch ein Vaterschaftsurlaub.

Die Revision des Gleichstellungsgesetzes stehe nicht mehr auf der Tagesordnung, seit ein "rechtsbürgerliches Parlament am Ruder sitzt", schreiben die Gewerkschafterinnen nach ihrer zweitägigen Frauenkonferenz in Basel in einer Mitteilung vom Samstag. Dabei sei die Gleichstellung von Frau und Mann in Arbeit und Gesellschaft kein Minderheitsanliegen.

Frauen leisteten mehr als die Hälfte aller Arbeit in der Schweiz - zu einem grossen Teil unbezahlt. Für gleichwertige Arbeit verdienten Frauen noch immer 15 Prozent weniger als Männer. Die Unia-Frauen verlangen vom Bundesrat, dass er griffige Instrumente zur Lohnkontrolle einführt. Zudem fordern die Gewerkschafterinnen einen Elternurlaub mit einem bligatorischen Anteil Vaterschaftsurlaub.

Die rund 120 Teilnehmerinnen setzen sich in einer zweiten Resolution zudem für mehr Schutz für Frauen und Kinder auf der Flucht ein. Frauen seien auf den Fluchtrouten oder in Lagern oft hilflos sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Die Unia-Frauen fordern unbürokratische Asylverfahren für Frauen und Kinder sowie sichere Fluchtwege. Geschlechtsspezifische Verfolgung soll zudem durch das Staatssekretariat für Migration erfasst werden.

sda-ats

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