Alle News in Kürze

Frauen und Kinder in Daraya nahe Damaskus - sie brauchen dringend humanitäre Hilfe. (Archiv)

KEYSTONE/AP ICRC

(sda-ats)

Die Vereinten Nationen haben die syrische Regierung gebeten, humanitären Helfern einen Zugang zu elf belagerten Gebieten zu ermöglichen. Bislang habe Damaskus nur eingeschränkten Zugang genehmigt, sagte UNO-Sprecher Stéphane Dujarric am Montag in New York.

Das US-Aussenministerium rief Russland auf, seinen Einfluss auf das syrische Regime von Machthaber Baschar al-Assad geltend zu machen, um Nahrungsmitteltransporte zu ermöglichen. "Das Regime nutzt den Nahrungsentzug weiterhin als militärische Waffe gegen seine eigene Bevölkerung", sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums am Montag in Washington.

Die Einwohner von Daraya, eines Vororts der Hauptstadt Damaskus, hätten seit 2012 keine Nahrungsmittellieferungen mehr erhalten. "Das ist skrupellos", sagte die Sprecherin. Kräfte des Regimes würden sogar Hilfskonvois entladen, bevor sie passieren dürften. "Das ist unmenschlich und nicht akzeptabel", sagte sie. Damaskus müsse seine eigenen Versprechen einhalten.

Zuvor hatten die UNO entschieden, Syrien um eine Genehmigung zu bitten, Hilfsgüter über belagerten Gebieten aus der Luft abzuwerfen. "Unser Fokus bleibt die Lieferung zu Land", sagte UNO-Sprecher Dujarric. Lieferungen aus der Luft seien mit Blick auf Logistik und Sicherheit schwierig. "Wenn wir den benötigten Zugang über Land bekommen, wird das der Weg sein, den wir gehen."

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das vorsätzliche Aushungern von Menschen in den belagerten Städten Syriens als Kriegsverbrechen bezeichnet.

sda-ats

 Alle News in Kürze