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IKRK-Konvoi in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus: Die UNO bemüht sich darum, Hilfsgüter in weitere Orte bringen zu können - notfalls auch per Luft. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/IKRK

(sda-ats)

Angesichts des erschwerten Zugangs humanitärer Helfer zu belagerten syrischen Gebieten wollen die Vereinten Nationen möglicherweise auf eine Luftbrücke ausweichen. Die UNO will sich bei der syrischen Regierung am Sonntag um eine Genehmigung um Hilfsgüter bemühen.

Die Entscheidung, über die Diplomaten am Freitag in New York berichteten, wurde während einer Sitzung im UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen getroffen. Zwar gewährte das Regime in Damaskus den Helfern Zugang zu zwölf belagerten Städten sowie eingeschränkten Zugang zu drei weiteren belagerten Gegenden.

Fünf der insgesamt 34 Anfragen lehnte die syrische Regierung der UNO-Nothilfeorganisation OCHA zufolge aber ab, darunter zu den belagerten Orten Sabadani im Südwesten sowie zu Al-Waer, einem Stadtteil von Homs. In sechs Fällen genehmigte das Regime nur eingeschränkten Zugang für Hilfslieferungen.

Viele Ratsmitglieder hätten sich für Lieferungen aus der Luft ausgesprochen, sagte Frankreichs UNO-Botschafter François Delattre. Damaskus habe "zu spät zu wenig" entschieden, sagte sein britischer Amtskollege Matthew Rycroft.

Die Möglichkeiten, Güter wie Lebens- und Arzneimittel an die Betroffenen zu bringen, schrumpften, warnte UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien in der Sitzung. Die einzig wirkliche Lösung sei, die Belagerungen komplett zu beenden.

sda-ats

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