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Über 250 Schafe starben im vergangenen Juni in Iselisberg TG, weil ihr Futter durch einen Tierkadaver vergiftet war. Ein Speziallabor bestätigte jetzt den Verdacht auf Botulinumtoxin (Archivbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Der Grund für den Tod von über 250 Schafen in Iselisberg TG im vergangenen Juni war eine Vergiftung mit Botulinumtoxin. Dies bestätigen Untersuchungen durch ein spezialisiertes Labor in Göttingen D, wie der Kanton Thurgau mitteilte.

Es handle sich um den ersten derartigen Fall in der Schweiz, bei dem Botulismus bei einem Schafbestand mittels Laboruntersuchung einwandfrei bestätigt werden konnte, heisst es im Communiqué des Thurgauer Veterinäramts vom Mittwoch. Das Nervengift Botulinumtoxin entsteht bei der Verwesung von Kadavern.

Das Gift hatte bei den Schafen auf einem Bauernhof in Iselisberg zu Lähmungen, Speicheln, Atemnot und zum Tod innert wenigen bis maximal 24 Stunden geführt. Untersuchungen am Tierspital der Universität Zürich ergaben einen starken Verdacht auf Botulismus. Das Futter der Schafe dürfte durch einen Tierkadaver vergiftet gewesen sein.

Zur genauen Abklärung wurden Panseninhalt und Organproben der toten Schafe in ein Speziallabor nach Göttingen D geschickt. Das Labor konnte mit umfangreichen Untersuchungen jetzt den Nachweis von Botulinumtoxin erbringen.

Der Fall von Iselisberg war nicht der einzige: Im vergangenen April waren auf einem Bauernhof in Gachnang bei Frauenfeld über 60 Kühe durch Botulismus gestorben. Auch sie hatten Futter gefressen, das durch einen Tierkadaver vergiftet war.

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SDA-ATS