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US-Aussenminister John Kerry beklagt sich beim russischen Präsidenten Wladimir Putin über Belästigungen von US-Diplomaten. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA RIA Novosti POOL/MIKHAIL KLIMENTIEV/RIA NOVOSTI/

(sda-ats)

Die USA haben Russland eine gezielte Schikanierung von US-Diplomaten und deren Familien vorgeworfen. Die US-Vertreter würden in Moskau von Sicherheitsbeamten und Verkehrspolizisten vermehrt observiert und drangsaliert.

Es sei ein "beträchtlicher Anstieg" solcher Fälle beobachtet worden, seitdem Russland vor zwei Jahren die ukrainische Halbinsel Krim annektierte, sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums am Montag (Ortszeit) in Washington. "Wir nehmen dies ernst", fügte die Sprecherin hinzu.

Mit ihren Äusserungen reagierte sie auf einen Bericht der "Washington Post" vom Montag, in dem Details solcher Vorfälle dargestellt wurden. So hätten russische Sicherheitsbeamte US-Diplomaten und deren Familie verfolgt, seien uneingeladen auf Empfängen erschienen und hätten Geld für negative Berichterstattung gezahlt.

Die Zeitung zitierte US-Diplomaten in Moskau, die von nächtlichen Einbrüchen in ihre Privatwohnungen berichteten: Dabei seien Möbel verschoben und Lampen erleuchtet worden. Im Haus des US-Verteidigungsattachés hätten Einbrecher den Hund des Diplomaten getötet. In einem anderen Fall sei Kot auf dem Teppich der Privatwohnung eines Diplomaten hinterlassen worden.

Ein in Tschechien stationierter US-Diplomat sprach von einem "grauen Krieg" Moskaus in ganz Europa. Als Konsequenz werden nun alle Diplomaten, die nach Europa geschickt werden, einem besonderen Training unterzogen.

"Ziel von Provokationen"

Russland hatte seinerseits bereits den USA die Behinderung seiner eigenen Diplomaten vorgeworfen. Die Nachrichtenagentur Tass zitierte vergangene Woche die Sprecherin des Aussenministeriums in Moskau mit den Worten, russische Diplomaten würden in Washington zum Ziel von "Provokationen". Es werde ihnen verwehrt, Kontakte zu knüpfen; zudem würden Reisen behindert.

Die US-Ministeriumssprecherin wies diese Vorwürfe am Montag als "unbegründet" zurück. Sie gab zudem bekannt, dass US-Aussenminister John Kerry bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im März die Drangsalierung der US-Diplomaten angesprochen habe.

sda-ats

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