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Die in Sanierung befindliche Valartis-Gruppe hat 2015 ihre Verluste nur leicht eingedämmt. (Archivbild)

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

Die Finanzgruppe Valartis, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist und sich konsolidieren muss, hat 2015 erneut mit Verlust abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag lag bei 58,4 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der Konzernverlust noch 73,3 Millionen Franken betragen.

Die Sanierungsmassnahmen, die den Verkauf der beiden Privatbanken der Valartis-Gruppe in Österreich und Liechtenstein sowie die Aufgabe des Geschäftsmodells Privat Banking beinhalten, haben 2015 zu einem Jahresfehlbetrag von rund 3 Millionen Franken geführt.

Der weitaus grössere Teil der Verluste, nämlich 55,3 Millionen Franken, ist aber in den fortgeführten Geschäftsbereichen angefallen. Als Ursache dafür gibt die Firma laut einer Publikation vom Dienstag zahlreiche Wertberichtigungen an. So korrigierte Valartis etwa immaterielle Vermögenspositionen um fast 10 Millionen Franken nach unten. Zudem hat sie die Werte von Immobilienprojekten in Russland um rund 16 Millionen reduziert.

Obendrein stieg 2015 der Sachaufwand im Zusammenhang mit der Sanierung deutlich. Laut Angaben des Managements um Firmenchef Stephan Häberle an einer Medienorientierung in Zürich seien beispielsweise umfangreiche Kosten für Rechtsanwälte aufgewendet worden.

Geld ist vorhanden

Per Ende Dezember betrug das konsolidierte Eigenkapital noch rund 160 Millionen Franken. Das Management erklärte, dass sich diese Zahl nach Abzug des Jahresfehlbetrages 2015 ergibt und auf die Aktionäre der Valartis-Gruppe rund 120 Millionen Franken entfallen.

Einschränkungen im Testat der Wirtschaftsprüfer von EY hat es laut Angaben des Valartis-Finanzchefs George Isliker keine gegeben, allerdings wurde von den Wirtschaftsprüfern eine sogenannte Emphasis of Matter gemacht, was gewisse Unsicherheiten bei der Fortführung der Geschäfte bedeute.

Im laufenden Geschäftsjahr hat Valartis bereits den Verkauf der Vermögensgegenstände der Valartis Bank in Österreich abgeschlossen. Ausserdem erwartet das Management, dass etwa Mitte des Jahres die Veräusserung der Valartis Bank in Liechtenstein vollendet sein wird.

Optimismus für die Zukunft

Für 2016 steht zudem die Neuausrichtung der Valartis-Gruppe zu einer Beteiligungsgesellschaft im Vordergrund. Als Schwerpunkte hebt Firmenchef Häberle Engagements in Banking- und Finance-Aktivitäten sowie in Immobilienprojekten hervor. An der Marke Valartis will das Management in jedem Fall festhalten.

sda-ats

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