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Das Feuer auf der Insel La Palma wütet weiter. Der mutmassliche Verursacher, ein Deutscher, der Toilettenpapier verbrannte, bleibt derweil in Haft.

KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL ANGEL PEREZ CALERO

(sda-ats)

Der mutmassliche Verursacher eines schweren Waldbrandes auf der Kanareninsel La Palma bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Gegen den Mann aus Deutschland werde wegen des Verdachts "schwerer Fahrlässigkeit" ermittelt, sagte ein Gerichtssprecher am Samstag.

Der 27-jährige Deutsche hatte ausgesagt, das Feuer versehentlich angefacht zu haben, als er nach der Verrichtung seiner Notdurft das Toilettenpapier angezündet habe. Bei dem am Mittwoch ausgebrochenen Waldbrand auf La Palma kam ein Forstaufseher ums Leben.

Etwa 2500 Bewohner des Brandgebietes wurden vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Mehr als 350 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Insgesamt ein Dutzend Helikopter und Löschflugzeuge waren im Einsatz, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern, der am Samstag noch immer nicht gelöscht war.

Derweil wüteten dutzende Waldbrände im benachbarten Portugal weiter. Mehr als 2000 Feuerwehrleute standen im Einsatz gegen die Flammen. Insgesamt 79 Brände wurden im Norden des Landes gezählt. Eines der grössten Feuer wütete rund um die Stadt Melres e Medas knapp 200 Kilometer von Porto entfernt. Zwei Feuerwehrmänner wurden verletzt, wie die Nachrichtenagentur Lusa berichtete.

Die Einsatzkräfte versuchten, eine weitere Ausweitung der Flammen zu verhindern, sagte der Bürgermeister von Melres e Medas, Marco Martins. "Das grösste Problem ist der Wind." Auch zwei Flugzeuge und ein Helikopter waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, wie der Zivilschutz erklärte.

sda-ats

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