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Koptische Christen in Kairo bauen ihre Kirche nach dem tödlichen Anschlag im Dezember 2016 wieder auf. Dabei starben 27 Menschen.

KEYSTONE/EPA/KHALED ELFIQI

(sda-ats)

Dreieinhalb Wochen nach dem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Kairo hat die ägyptische Polizei vier weitere Verdächtige festgenommen. Darunter soll auch einer der beiden mutmasslichen Drahtzieher sein.

Das ägyptische Innenministerium teilte am Mittwoch mit, dabei handele es sich um Karam Ahmed A. Nach dem zweiten mutmasslichen Drahtzieher des Anschlags, Mohab Mostafa al-Sajed K., genannt "Der Doktor", werde noch gefahndet.

Laut Innenministerium hat einer der nun festgenommenen Verdächtigen Verbindungen zur verbotenen Muslimbruderschaft. Die Islamistenorganisation hatte jegliche Beteiligung an dem Anschlag bestritten. Bereits kurz nach dem Anschlag waren vier Verdächtige festgenommen worden.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am 11. Dezeber während einer Sonntagsmesse in der koptischen Kirche St. Peter und Paul in Kairo in die Luft gesprengt. 27 Menschen wurden getötet, elf Verletzte werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch im Krankenhaus behandelt.

Die Kopten sind die grösste christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen etwa zehn Prozent der 90 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Die Minderheit sieht sich immer wieder gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt.

Dschihadistengruppen werfen den Kopten in Ägypten vor, den Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi Mitte 2013 unterstützt zu haben.

Das Attentat auf die Kirche Sankt Peter und Paul war der schwerste Anschlag auf die koptische Gemeinde in Ägypten seit dem Anschlag auf eine Kirche in der Küstenstadt Alexandria, bei dem am Neujahrstag 2011 mehr als 20 Menschen getötet worden waren.

SDA-ATS