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Wegen der Verwechslung musste im Wallis ein Leichnam exhumiert und unter seinem richtigen Namen noch einmal bestattet werden. (Archivbild)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Eine Walliser Familie hat einem Begräbnis beigewohnt, bei dem im Sarg jemand anderes als ihr Angehöriger lag. Schuld an der makabren Verwechslung trug eine Bestattungsfirma, die den falschen Leichnam abgeholt hatte.

Zum Fehler kam es beim Abholen der Leiche aus dem Zentralinstitut der Walliser Spitäler, wie Patrick Quarroz, Präsident des Verbandes der Walliser Bestattungsunternehmen, am Montag der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte einen Bericht der Walliser Zeitung "Le Nouvelliste".

Normalerweise würden erprobte Verfahren solche Verwechslungen verhindern. "Die Leichenschränke sind nummeriert und die Identität auf einem Armband festgehalten", sagte Quarroz. Die Verwechslung wurde von einem anderen Bestattungsunternehmen entdeckt, als dieses die sterblichen Überreste der zweiten involvierten Person abholen wollte.

Da die erste Familie eine Bestattung der Einäscherung vorgezogen hatte, konnte der Sarg wieder aus der Erde geholt und korrekt bestattet werden. Für die betroffenen Familien war die Verwechslung ein schwerer Schlag.

Der Fall werde Thema der nächsten Vorstandssitzung des Verbandes der Walliser Bestattungsunternehmen sein, kündigte Patrick Quarroz an. Laut seinen Angaben ist aus der Geschichte der Walliser Bestatter kein ähnlicher Fall bekannt.

sda-ats

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