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Bern - Mit einer Wanderausstellung will die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) die Ursachen von Armut aufzeigen. Die Tournee der Ausstellung "Im Fall" ist in Bern und St.Gallen gestartet. Mit diesem Projekt macht die SKOS alltägliche Armut in der Schweiz öffentlich.
In der Schweiz sei schätzungsweise jede zehnte Person von Armut bedroht - und jedes 20. Kind ist auf die Unterstützung durch Sozialhilfe angewiesen, teilte die Organisation zum Auftakt der Wanderausstellung mit.
Zu sehen sind in der Ausstellung beispielsweise lebensgrosse Säulen mit Videoporträts von Sozialhilfebeziehenden. Sie erzählen, weshalb sie Sozialhilfe beziehen müssen und was diese Situation für sie bedeutet.
Einen spielerischen Zugang zum ernsten Thema bietet ein Computergame: In einem Streifzug durch die Konsumwelt kann der Besucher mit dem Grundbedarf der Sozialhilfe von 960 Franken pro Monat einkaufen. Das Spiel soll das Gefühl eines Lebens mit wenig Geld vermitteln.
Die Ausstellung wird begleitet von Veranstaltungen. Diese sollen Gelegenheit bieten, mit der Bevölkerung über Armut und Ausgrenzung zu diskutieren. Zudem wollen die Ausstellungsleiter den Menschen die Praxis der Sozialhilfe näher bringen.
Das zentrale Ziel der Ausstellung sei es, Brücken zu schlagen zwischen Menschen mit Sozialhilfe und Menschen, die ihren Unterhalt eigenständig bestreiten, sagte Projektleiterin Caroline Knupfer gemäss Redetext. Die Wanderausstellung "Im Fall" möchte die Sozialhilfe mit Gesichtern verbinden.
Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung statt. Um möglichst viele Schweizerinnen und Schweizer anzusprechen, wird die Ausstellung in 20 Orten der Deutschschweiz und der Romandie zu Gast sein.

SDA-ATS